Rockig und riskant im Zirkus Flic Flac

Zwei Stunden Raserei

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Live-Band, harte Sounds und spektakuläre Technik charakterisieren den High-Speed-Zirkus Flic Flac.

Frankfurt - Rasant, rockig, unkonventionell, riskant und extrem spannungsgeladen präsentiert sich „Flic Flac“ bei seinem Frankfurter Gastspiel. Von Sonja Thelen

Die „Höchststrafe - 25 Jahre Flic Flac“ - so das Motto - nehmen die Gäste gerne in Kauf: Denn sie erwartet zwei Stunden Nervenkitzel pur. Ein spektakulärer Höhepunkt jagt den nächsten - bis zum fulminanten Finale. Das kündigt sich mit lautem Motorengeheul an: Auf einmal schießen Motorradartisten über eine Rampe in die Manege - quasi über die Köpfe der fassungslosen und begeisterten Zuschauer hinweg.

Die Maschinen fliegen über die riesige Stahlkugel „Globe of Speed“ hinweg, in der kurz zuvor noch zehn „Hellbiker“ auf engstem Raum mit 70 Stundenkilometern umeinandergerast sind. Auf ihren fliegenden Motorrädern machen die „Motocross Freestyle Jumpers“ der Mad Flying Bikes direkt unter der Zirkuskuppel Handstände und Saltos, bevor sie im rückwärtigen Teil auf einer eilig errichteten Rampe - gottlob sicher - landen.

Monatelanges intensives Proben

Dieser waghalsige Stunt unterstreicht aufs Treffendste , wofür Flic Flac seit 25 Jahren steht: Für eine unvergleichliche, adrenalingeladene, spektakuläre zweistündige Show, die mit wahnsinnig erscheinenden und riskantesten Nummern aufwartet. Das ganze untermalt von rockigen Heavy-Metal-Beats - live gespielt von der Flic Flac Band. Entsprechend schräg ist auch die Kulisse: ein Gefängnis mit diversen Zellen. Hier tummeln sich die Artisten, Akrobaten und Extremsportler, die monatelang intensiv geprobt haben. Als würden sie für ihren Fluchtversuch über die Gefängnismauer trainieren, beeindrucken „Die fliegenden Menschen“ auf dem luftgefüllten Air Track mit ihren komplizierten Flug-Kunststücken und Sprungfolgen. Alles in luftiger Höhe - ebenso wie die Kontorsionistin Anna Rudenko.

An den irren Blick von Robert de Niro in „Taxi Driver“ fühlt man sich erinnert, wenn Denis Ignatov einen riesigen Würfel aus Metallstangen rasend schnell um seinen Körper wirbelt. Fesselnd und temporeich ist auch die Diabolo-Nummer von Nicolai Kurtz, ein Spross aus der Artisten-Familie Kastein. So hat Flic Flac-Direktor Benno Kastein mit seinem Bruder Lothar in Oberhausen vor 25 Jahren, am 5. Oktober 1989, Flic Flac aus der Taufe gehoben und damit ein völlig neues „Zirkus“-Konzept geschaffen.

Aber auch die Comedy kommt nicht zu kurz: Bei der Vorstellung von Bauchredner Willer Nicolodi sind Lachsalven im begeisterten Publikum garantiert. Zu sehen in Frankfurt bis zum 16. November am Ratswegkreisel: Montag bis Freitag, 20 Uhr, Samstag 16 und 20 Uhr, Sonntag 15 und 19 Uhr. Tickets in allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter der Telefonnummer: 01806/999000202. Die Karten kosten zwischen 21,90 und 54,90 Euro.

Quelle: op-online.de

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