Hilft bei Klima-, Ökonomie- und Energiekrise

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Wärmedämmung hilft CO2 zu sparen.

Darmstadt - Investitionen in den Klimaschutz gehen nicht zulasten der Lebensqualität - ganz im Gegenteil. Von Joachim Baier (dpa)

So können wir die Energiekrise, die Wirtschaftskrise und die Klimakrise mit einer Klappe schlagen“, sagte die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, gestern zur Eröffnung eines Ingenieurkongresses in Darmstadt.Im Bereich der Umwelttechnik seien bis zum Jahr 2020 in Deutschland eine Million neue Arbeitsplätze möglich.

Klimaschutz ist der Weg aus der Krise. Wir müssen aber jetzt beginnen. Öl wird knapper und teurer“, sagte Kemfert. Zu dem Treffen der Technischen Universität Darmstadt unter dem Motto „Bau und Umwelt“ werden etwa 1.000 Teilnehmer erwartet. Ein Thema ist, wie dem Klimawandel mit den Überflutungen, Stürmen, Waldbränden und der extremen Hitze begegnet werden kann.

Eine besondere Herausforderung : Die Wärmedämmung bei alten Gebäuden

Energieministerin Silke Lautenschläger (CDU) sagte, bei Heizung und Warmwasser könne die Hälfte des Energieverbrauchs eingespart werden, ohne dass auf Komfort verzichtet werden müsse. Eine besondere Herausforderung sei die Wärmedämmung gerade bei älteren Gebäuden.

In diesem Bereich tue sich bisher viel zu wenig, sagte Lautenschläger. Experten schätzten den Anteil des Wohngebäudebestands, der pro Jahr vollständig wärmegedämmt wird, allein in Hessen auf weniger als ein Prozent. „Durch den besten baulichen Wärmeschutz und den Einsatz moderner Gebäude- und Anlagentechnik kann nicht nur der Verbrauch drastisch reduziert werden. Möglich wäre auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen in Deutschland um jährlich rund 50 Millionen Tonnen“, sagte die Ministerin.

Nach einem Szenario des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg bedeutet der Klimawandel für Hessen hinsichtlich: Bis 2085 wird es selbst im Winter deutlich wärmer. Gleichzeitig nehmen die Niederschläge zu. Das an der Technischen Universität Darmstadt im Fachbereich Bauingenieurwesen angesiedelte regionale Netzwerk KLARANet sagt für Region Starkenburg langfristig Überschwemmungen, Dürreperioden und Stürme, aber auch mehr Sonnentage voraus. Positive Auswirkungen gebe es im Weinbau.

Quelle: op-online.de

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