Hintergrund: Afghanische Burka und arabischer Nikab

Frankfurt - Der Ganzkörperschleier, der auch das Gesicht bedeckt, ist die strengste Form der Verhüllung des weiblichen Körpers im Islam.

Die verschiedenen Formen des Ganzkörperschleiers werden vor allem in den Staaten der arabischen Halbinsel und in Afghanistan getragen. Auch in Ägypten, Jordanien und Syrien ist er seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Die Zuwanderinnen aus diesen Regionen tauchen in dieser Bekleidung inzwischen auch im Straßenbild europäischer Städte auf.

Die afghanische Burka ist ein weites Gewand, das über den Kopf gezogen wird und die Frau bis zu den Zehenspitzen komplett verhüllt. Ihre Augen sind hinter einem feinmaschigen Gitter versteckt. In den arabischen Golfstaaten wird eine Gesichtsmaske aus Leder oder Metall als Burka bezeichnet, die Nase und Mund verdeckt.

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Der arabische Nikab ist dagegen lediglich ein Gesichtsschleier, der zusätzlich zu einem langen Gewand (Abbaja) plus Kopftuch (Hidschab) getragen wird. Der Nikab bedeckt das ganze Gesicht. Er ist meist schwarz und lässt nur einen kleinen Sehschlitz frei. Einige besonders konservative Musliminnen bedecken zusätzlich auch noch ihre Augen mit einem dünnen schwarzen Schleier, was die Sicht erheblich behindert. Im Koran wird die Verhüllung des Gesichts nicht ausdrücklich gefordert. Befürworter der Ganzkörperverschleierung sehen in Burka und Nikab einen Ausdruck für tiefen Glauben.

dpa

Quelle: op-online.de

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