500 Radar-Warnschilder stehen schon

Rentsch macht Städten Druck

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Lieber gleich vorher die Raser durch Warnungen abbremsen, sagt der Verkehrsminister.

Wiesbaden - An über 500 fest installierten Geschwindigkeitsmessanlagen an hessischen Autobahnen sowie Bundes-, Landes- und Kreisstraßen stehen inzwischen die umstrittenen Hinweisschilder.

„Das ist ein sinnvoller Beitrag zur Verkehrssicherheit“, sagte Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP). „Die Landesstraßenverwaltung Hessen Mobil hat damit alle in ihre Zuständigkeit fallenden Standorte abgearbeitet. Ich erwarte, dass auch die kommunale Seite bis Ende des Monats die Anordnung im Interesse der Bürger umsetzt. “

Das Hessische Verkehrsministerium hatte im Juli angeordnet, dass vor ortsfesten Radaranlagen Schilder mit der Aufschrift „Radarkontrolle“ aufzustellen sind. Zuständig dafür sind die jeweiligen Baubehörden. In den meisten Fällen ist das Hessen Mobil. Dort, wo Städte oder Gemeinden zuständig sind, hat das Verkehrsministerium die Kostenübernahme angeboten. Die Frist zur Aufstellung der Schilder läuft noch bis Ende September. „Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Sachargumente durchsetzen“, erklärte Rentsch. Stationäre Radaranlagen seien für Gefahrenstellen wie Unfallschwerpunkte, Schulen oder Kindergärten vorgesehen. Es sei besser, wenn Autofahrer hier gar nicht erst zu schnell hineinfahren würden, als dass man ihnen Wochen später einen Bußgeldbescheid schicke.

Da die Anordnung nicht für mobile Radaranlagen gelte, könne von einem Freibrief für Raser keine Rede sein, so der Minister. Es werde auch weiterhin unangekündigte Geschwindigkeitsmessungen geben.

(mic)

Quelle: op-online.de

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