Hochhaus mit Hüftschwung

185 Meter hoher Turm für Frankfurts Skyline

Frankfurt - Die Frankfurter Skyline wird zum Jahr 2018 um ein markantes Hochhaus reicher. Dann soll ein 185 Meter hoher Turm bezugsfertig sein, den der amerikanische Projektentwickler Tishman Speyer nach einem Entwurf des dänischen Architekturbüros Bjarke Ingels Group (BIG) an der Großen Gallusstraße 16-18 errichten lässt. Von Christian Riethmüller

Der Computer-Entwurf zeigt die Silhouette des neuen Hochhauses im Frankfurter Bankenviertel, das nach einem Entwurf der Bjarke Ingels Group errichtet werden soll.

Wo einst das ehrwürdige Frankfurter Bankhaus Metzler seinen Sitz hatte, wird in wenigen Jahren ein innovatives Hochhaus in den Himmel über Frankfurt ragen. Wie Florian Reiff , Geschäftsführer von Tishman Speyer Deutschland gestern im Planungsdezernat der Stadt Frankfurt sagte, soll das 45 Stockwerke hohe Gebäude erstmals in Deutschland Arbeiten, Wohnen und öffentliche Nutzung in einem Wolkenkratzer vereinen. Um einen der letzten Hochhausstandorte im Bankenviertel auch „städtebaulich verantwortungsbewusst“ zu entwickeln, hat Tishman Speyer fünf nationale und internationale Architekturbüros zu einem Wettbewerb eingeladen, den die Bjarke Ingels Group in Kopenhagen für sich entscheiden konnte.

Wie Architekt Bjarke Ingels sagte, wollten er und sein Büro für ihr erstes Projekt in Deutschland „eine einzigartige Silhouette schaffen“, die zudem die besondere Situation an der Kreuzung Neue Mainzer Straße/Große Gallusstraße aufnimmt, die ja dann von vier Hochhäusern gefasst sein wird, was zumindest in Europa einmalig ist. Auffallen wird Ingels Entwurf in diesem Quartett gewiss mit seinem außergewöhnlichen Mittelbau. Als würde das Hochhaus einen Hüftschwung vollführen, ragen einige Stockwerke aus der vertikalen Struktur heraus. Auf diese Weise sollen die Geschosse, die für 100 bis 120 Wohnungen sowie die öffentliche Nutzung (etwa Restaurants) vorgesehen sind, herausgehoben werden. Das Gebäude wird nach Angaben von Tishman Speyer eine Bruttogeschossfläche von gut 60.000 Quadratmetern haben. Zu den Investitionskosten wollte das Unternehmen, das in Frankfurt bereits den MesseTurm, den OpernTurm und den TaunusTurm gebaut hat, keine Angaben machen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Tishman Speyer

Kommentare