Hochwasser erreicht Barriere an Frankfurter Römer

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Feuerwehr-Chef Reinhard Ries hält den Hochwasserstand des Mains im Blick.

Frankfurt - Die Fluten des Mains umspülen seit dem frühen Donnerstag die künstlichen Hochwasserbarrieren vor dem Römer in der Innenstadt.

„Das Wasser steht unmittelbar an den Mauern und staut sich dort bereits wenige Zentimeter“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Morgen. Mit Stand von 10.00 Uhr zeigte der Pegel 4,74 Meter an.

Der Fluss steige wieder um rund einen Zentimeter in der Stunde. In der Nacht hatte er rund drei Stunden bei 4,68 Metern verharrt. Einige Stunden zuvor am Mittwochabend waren es noch zehn Zentimeter weniger gewesen. Zum Stagnieren der Fluten am Morgen sagte der Sprecher: „Wie es weitergeht, können wir noch nicht abschätzen.“ Die Behörden in der Finanzmetropole erwarten das schwerste Hochwasser der vergangenen Jahre. 2003 hatte es die Marke 5,19 Meter gegeben.

Bilder vom Hochwasser in Frankfurt

Hochwasser in der Region

In Hanau, wo die Kinzig in den Main mündet, berichtete die Polizei morgens, es gebe keine Veränderung der Lage. Helfer hatten dort am Abend neuralgische Punkte gesichert. Dazu zählten Abschnitte in den Stadtteilen Steinheim und in Großauheim eine Schule.

„Alles Sieben Sachen“, wenn das Wasser kommt

Nicht nur am Main, auch an anderen Flüssen in Hessen steigt das Wasser. Und zumindest einige Menschen am Ufer müssen vorbereitet sein, falls es über die Dämme schwappt. Das eine oder andere sollte dann auf alle Fälle mit ins Gepäck:

  • ein netzunabhängiges Rundfunkgerät
  • eine stromunabhängige Kochstelle /(Gas-/Campingkocher)
  • eine stromunabhängige Beleuchtung (Taschenlampe, Batterien, Kerzen, etc.)
  • die Hausapotheke 
  • Gummistiefel/Wathosen - Notheizung (Campinggasflasche mit Heizungsaufsatz)
  • Wolldecken, etc.
  • evtl. Tauchpumpe mit FI-Schutzschalter
  • ein eigener Vorrat an Sandsäcken
  • ein Mobiltelefon
  • eine Mappe mit persönlichen Papieren und Dokumenten.

Und wenn das Wasser kommt:

  • Keller frühzeitig räumen
  • Öltanks und/oder Heizungsanlage abschalten
  • rechtzeitig Brenner oder Therme ausbauen lassen
  • Stromzufuhr in den betroffenen Räumen abschalten
  • an die Notbeleuchtung denken
  • Kranke und Pflegebedürftige möglichst außerhalb des Hochwasserbereichs unterbringen
  • Autos außerhalb der Hochwasserzone parken
  • Anweisungen und Durchsagen der Feuerwehr befolgen
  • Lassen Sie sich rechtzeitig evakuieren
  • Behälter mit Altöl, Chemikalien, etc. sichern oder entfernen
  • Servicenummern aufschreiben und mitnehmen

dpa

Quelle: op-online.de

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