Hochwasserlage in Hessen weiter angespannt

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Hochwasserlage in Hessen weiter angespannt

Frankfurt/Hanau - Die Blicke der Hochwasserhelfer in Hessen und unserer Region richten sich weiter sorgenvoll auf die Pegelstände der Flüsse.

In der Nacht zum Freitag gab es fast keine Veränderung. In Frankfurt umspülten die Fluten des Mains am Freitagmorgen weiterhin die Schutzbarriere vor dem Rathaus Römer. Mit Stand 5.50 Uhr galt die Hochwassermarke 4,76 Meter, wie das Landesamt für Umwelt und Geologie auf seiner Internetseite (siehe Kasten)berichtet.

Das Hochwasser in Bildern:

Hochwasser in der Region

Damit stand das Wasser im Vergleich zum Vorabend fast auf gleichem Niveau. In Hanau, wo die Kinzig in den Main fließt, berichtete die Feuerwehr am Morgen, dass der Pegelstand seit 20 Uhr sechs Zentimeter gefallen sei. „Ob das anhält, wissen wir aber noch nicht. Das kann auch nur eine Schwankung sein“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach für den Freitag nur noch leichten Regen.

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Die Hochwassersituation bleibe aber nach wie vor angespannt, meldete ein Sprecher. Denn in der Nacht zum Samstag komme von Nordwesten her ein neues Regengebiet nach Hessen. Gefährlich bleibt es überall, wo die Fluten rauschen, wie sich am Abend im südhessischen Neckarsteinach gezeigt hatte. Dort war ein 59- Jähriger in die Steinach gefallen und wurde von der Strömung mitgerissen. „Wir haben keine große Hoffnung mehr, ihn lebend zu finden“, sagte ein Polizeisprecher in Darmstadt am frühen Freitag. Vermutlich sei der Mann untergegangen und zum Neckar getrieben - in ihn mündet die Steinach bei Neckarsteinach. Bei Tagesanbruch soll beraten werden, ob die am Abend beendete Suche wieder anläuft.

dpa

Quelle: op-online.de

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