Pegelstände leicht gesunken

Hochwasserlage entspannt sich langsam

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Frankfurt - Während in Teilen von Ostdeutschland weiterhin Katastrophenalarm herrscht, neigt sich der Kampf gegen das Hochwasser in einigen Regionen Hessens dem Ende entgegen. Noch aber schwappt das Wasser, eine Entwarnung gibt es nicht.

Die Hochwasserlage in Hessen entspannt sich in den meisten Regionen langsam. In Biblis an der Weschnitz sei am Morgen „alles im grünen Bereich“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Darmstadt. Bei der Feuerwehr vor Ort hieß es, der Pegelstand des Flusses sei leicht gesunken, 30 Helfer würden die Deiche aber noch beobachten. In den vergangenen Tagen waren an dem Fluss rund 35.000 Sandsäcke verbaut worden.

Auch der Pegelstand des Mains in Frankfurt ging leicht zurück. Allerdings rechnet das Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie (HLUG) in den kommenden Tagen nochmal mit einem Anstieg, da aus Bayern Wassermassen nachkommen würden. Die Höchstwerte der vergangenen Tage würden aber voraussichtlich nicht mehr überschritten.

Rhein immer noch Meldestufe 3

Für den hessischen Rhein gilt allerdings immer noch die Meldestufe 3, der Hochwasserdienst des Regierungspräsidiums Darmstadts gab deswegen ausdrücklich noch keine Entwarnung. Bei Ingelheim am Rhein wurde am Morgen ein Polder geflutet, um die Wassermassen unter Kontrolle zu bekommen. „Dadurch hat sich die Lage entschärft“, sagte ein Sprecher der HLUG.

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Angespannt blieb die Situation nach Angaben der HLUG auch an der Werra in Nordhessen. Im nordhessischen Witzenhausen kämpften Stadtwerke-Mitarbeiter, THW und Feuerwehr gegen den Bruch eines Werradeichs. „Der Deich ist schon sehr weich. Wenn der bricht, wird die Nordstadt mit vielen Einkaufsmärkten überflutet“, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Witzenhausen. Hilfskräfte verbauten am Morgen mehr als 10.000 Sandsäcke, weitere 6000 bis 8000 sollen noch dazukommen.

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Im Rheingau blieb die B42 an mehreren Stellen überflutet. Auf den Umleitungen staute sich der Berufsverkehr. Auch viele innerörtliche Straßen zum Rhein hinunter etwa in Walluf und Wiesbadens Ortsteil Schierstein waren gesperrt. In Walluf drückte das Grundwasser noch etliche hundert Meter vom Fluss entfernt in Keller. Pumpen waren im Dauereinsatz. In Mainz-Kastel stand der große Kran eines Baustoffhändlers einsam im Wasser.

dpa

Quelle: op-online.de

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