Polizei sucht Zeugen

Wer schoss auf das Asylheim?

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Die Container, als Flüchtlingsunterkunft genutzt, standen am 10. April unter Beschuss.

Hofheim - Zwei Wochen nach den Schüssen auf eine Flüchtlingsunterkunft in Hofheim ist der Vorfall  immer noch ungeklärt. Die Polizei sucht nach Tätern und Zeugen.

Die bisherigen Hinweise hätten keine Erkenntnisse auf den oder die Täter gebracht, sagte Polizeisprecher Daniel Kalus heute der Deutschen Presse-Agentur. Die Behörden des Main-Taunus-Kreises starteten zugleich einen neuen Aufruf an Zeugen, sich zu melden.

Unbekannte hatten am 10. April insgesamt neun Mal mit einer Druckluftwaffe auf ein Fenster im ersten Stock  der Unterkunft geschossen. Verletzt wurde niemand der 53 Flüchtlinge, die in der Containeranlage untergebracht waren.  Die oberste Parkdeckebene des gegenüberliegenden Chinon-Centers kommt als potenzieller Standort der Schützen in Betracht, eventuell haben die Täter aber auch schon in den Tagen zuvor das Parkdeck aufgesucht.ufklärung wird mit 5000 Euro belohnt

Das Landeskriminalamt hat inzwischen die Projektile untersucht.  Zum Ergebnis wollte sich der Polizeisprecher aber nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen auch wegen ausländerfeindlicher Aufkleber ("Refugees not welcome"), die in der Nähe der Unterkunft an Laternenmasten sowie an deren Hinterausgang gefunden worden waren. Ob es einen direkten Zusammenhang zur Tat gebe, stehe aber nicht fest, sagte Kalus. Der Landkreis hat nach der Tat eine Belohnung von 5000 Euro zur Aufklärung des Falls ausgesetzt.

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Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Hofheim unter Telefon 06192/20790 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (dpa/san)

Quelle: op-online.de

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