Probefahrt in den Tod mit Luxus-Karosse

Kelkheim/Hofheim - Die beiden Männer, die gestern bei Kelkheim im Taunus mit einem Luxus-Sportwagen in den Tod gerast sind, waren Mitarbeiter einer Frankfurter Autowerkstatt. Zweifelsfrei sei ihre Identität allerdings noch nicht geklärt.

Die Unfallopfer seien wegen massiver Kopfverletzungen nicht mehr zu identifizieren. Die Staatsanwaltschaft müsse entscheiden, ob von den beiden Toten DNA-Proben genommen werden, um Gewissheit zu bekommen.

Testfahrt in den Tod

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Die beiden Männer seien wegen einer Probefahrt mit dem PS-starken Boliden unterwegs gewesen. Bei den Verunglückten handelt es sich nach Angaben einer Unternehmenssprecherin vom Mittwoch um Beschäftigte der Mercedes-Niederlassung in Frankfurt, aber nicht um Testfahrer der Daimler AG. „Wir sind tief betroffen über diesen schweren Unfall“, sagte sie einer Mitteilung zufolge. Laut Polizei sind die beiden Unfallopfer wegen massiver Kopfverletzungen schwer zu identifizieren. Bei dem Fahrzeug habe es sich um einen 600-PS starken Mercedes-Benz SLR McLaren gehandelt, der mehr als 300 Stundenkilometer fahren kann. Wie schnell die Fahrer gewesen seien, sei unklar. Die Polizei sagte nur, dass sie auf einem Stück ohne Tempolimit mit „hoher Geschwindigkeit“ fuhren. Ein Gutachter soll das Unglück rekonstruieren.

Völlig Zerfetzt

Die beiden Männer waren am Dienstagvormittag auf der Bundesstraße 8 westlich von Frankfurt rechts von der Fahrbahn abgekommen, über die Schutzplanke und einen Steilhang viele Meter hinab geschleudert. Die beiden Insassen wurden aus dem Wagen katapultiert und starben. Die Karosse wurde durch die Wucht des Aufpralls völlig zerfetzt. Die Polizei bezifferte den Totalschaden auf 250 000 Euro. Der bis 2009 gebaute Sportwagen kostet um die 500 000 Euro.

dpa

Quelle: op-online.de

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