Haftstrafen für räuberische Hütchenspieler

Frankfurt - Mit Haftstrafen von bis zu sieben Jahren ist der Prozess gegen zwei brutale Hütchenspieler zu Ende gegangen.

Das Landgericht Frankfurt verhängte die höchste Strafe gegen einen 47-jährigen Kraftfahrer, der im August vorigen Jahres in zwei Fällen Mitspieler zu Boden gestoßen hatte. Ein weiterer Hütchenspieler (46) erhielt am Mittwoch fünfeinhalb Jahre Haftstrafe. Er hatte einen Mitspieler mit dem Messer bedroht.

Von den zwei Opfern erbeuteten die Männer mehr als 4000 Euro Bargeld, ehe die Polizei eingreifen konnte. Vor Gericht hatten sich seit vergangener Woche insgesamt fünf Hütchenspieler zu verantworten. Zwei davon wurden freigesprochen, ein weiterer wegen Beihilfe zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt. Bei den Opfern handelte es sich um Touristen aus Österreich und Libyen. Maßgeblich für die Verurteilung der Männer war die Tatsache, dass der Libyer eigens für den Prozess die erneute Flugreise nach Deutschland auf sich nahm und als Zeuge klare Angaben machte.

Gruppe von 13 Personen

Die Strafkammer ließ daraufhin die Hauptangeklagten noch im Gerichtssaal verhaften. In der Verhandlung hatten die Angeklagten zuvor zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Männer gehören zu einer Gruppe von 13 Personen, die im Frankfurter Bahnhofsviertel Passanten und Touristen mit dem Hütchenspiel planmäßig betrügen. Der Betrugsprozess gegen sie soll im Februar kommenden Jahres anlaufen, wie der Vorsitzende Richter mitteilte.

dpa

Quelle: op-online.de

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