Für jeden Autofahrer etwas dabei

IAA 2013: Von schlicht bis spektakulär

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Sparsam an der Tankstelle, teuer in der Anschaffung: Wenn BMW im Frühjahr den Plug-in-Hybridsportwagen i8 auf den Markt bringt, werden dafür mindestens 126.000 Euro fällig.

Frankfurt - Showtime in Frankfurt: Die Scheinwerfer brennen heller als die September-Sonne, die Manager strahlen übers ganze Gesicht, das Chrom funkelt, der Lack glänzt, und auf den Bühnen drehen sich die spektakulärsten Autos der Saison: Es ist Internationale Automobil-Ausstellung, und die PS-Branche feiert eine rauschende Party. Von Thomas Geiger

Das Heimspiel in Frankfurt nutzen die deutschen Hersteller für die große Show. Mit ihren Neuheiten BMW i3, den Akku-Varianten von VW Up und Golf und der Mercedes B-Klasse mit Batterie starten sie ins Elektrozeitalter. Zwar fehlen auf den Ständen der deutschen Firmen in diesem Jahr die ganz großen Stückzahlbringer. Doch Audi, BMW & Co. besetzen dafür neue Nischen - oder sie bringen Varianten erfolgreicher Modelle auf den Weg.

So steht am VW-Stand der Bestseller Golf als R-Modell mit 221 kW/300 PS und als Sportsvan mit hohem Dach und langem Radstand als Nachfolger des Golf Plus. Bei Audi lässt der A3 die Hüllen fallen, im kommenden Frühjahr soll die Cabrioversion durchstarten. Mercedes stellt der S-Klasse ein elegantes Coupé zur Seite und bringt mit dem GLA einen neuen Geländewagen für die Kompaktklasse. Und BMW setzt nicht nur auf die neuen E-Mobile der i-Familie, sondern gewährt dem Messepublikum auch den ersten Blick auf die dritte Generation des Geländewagens X5.

Vergleichsweise leiser Auftritt

Während die deutschen Hersteller vor allem Visionen vorstellen oder im Falle von Opel und Ford mit Studien wie dem S-Max oder Monza Concept einen vergleichsweise leisen Auftritt pflegen, sind für die großen Stückzahlen diesmal die Importeure zuständig: In der Kompaktklasse sind das vor allem Skoda mit dem Rapid Spaceback, Seat mit der neuen Kombivariante des Leon, Mazda mit dem 3er und Peugeot mit der nächsten Auflage des 308. Bei den Kleinwagen punkten Autos wie der Hyundai i10. Bei den Familienautos fahren Citroën C4 Grand Picasso und der Fiat 500L Living mit einer dritten Sitzreihe vor.

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The Show must go on

Neben den zahlreichen Serienneuheiten drehen sich in Frankfurt wie bei jeder Automesse zahlreiche Studien im Rampenlicht. Aber wie immer, wenn die Stimmung am Markt schwächelt und die Absatzzahlen besser sein könnten, haben selbst diese Visionen ziemlich viel Bodenhaftung. Ein Auto wie den 400 kW/544 PS starken Rallye-Renner Audi Nanuk wird es zwar wohl genauso wenig in Serie geben wie den Monza als Vorgeschmack einer neuen Design-Sprache bei Opel oder den Cadillac Elmiraj als luxuriöses Coupé im Geist der Heckflossen-Ära.

Doch Showcars wie der Smart Fourjoy, der Infiniti Q3 oder der Renault Initiale Paris sind Vorboten konkreter Serienmodelle und werden schon auf den Messen im nächsten Jahr als neuer Smart Fourfor, als japanischer Ableger der Mercedes A-Klasse oder als Nachfolger des Espace zu sehen sein. Und selbst das Audi Quattro Concept mit seinem 515 kW/700 PS starken Plug-in-Hybrid-Antrieb hat einen Realitätsbezug: „Mit diesem Auto loten wir aus, was mit unserem neuen Längsbaukasten alles möglich ist“, sagt Heinz Hollerweger, Leiter der Gesamtfahrzeug-Entwicklung bei Audi.

IAA in Frankfurt: Die besten Bilder

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Das teilelektrische Konzept des Quattro Concept passt in die Zeit. Denn das alles bestimmende Thema der IAA ist - wieder einmal - die Elektrifizierung des Antriebs. Anders als in den Jahren zuvor belassen es die Bosse dabei jedoch nicht bei vollmundigen Ankündigungen: Auf vielen Ständen drehen sich elektrisch angetriebene Autos, die man in den nächsten Monaten auch kaufen kann

Dutzende Neuheiten in allen Klassen und Segmenten, wegweisende Studien und hübsche Spinnereien in Blech und Carbon - auch wenn alle Welt von der Krise redet, hat die Automobilindustrie ihre Innovationskraft noch nicht verloren und umgarnt die Autofahrer mit vielen Premieren, die für Aufmerksamkeit sorgen.

dpa

Quelle: op-online.de

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