Optimismus kehrt nach Hessen zurück

Frankfurt - Mit Zuversicht sind die hessischen Unternehmen in das neue Jahr gestartet. Die exportstarke Wirtschaft profitiere von der dynamischen Entwicklung insbesondere in den Schwellenländern.

Die Wirtschaft lasse sich von der schwierigen wirtschaftlichen Situation im Euroraum die Laune nicht verderben, erklärte Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (IHK), zur Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn unter rund 8 100 Mitgliedsunternehmen. „Die zuletzt deutlich reduzierten Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung im Bund werden nach unserer Einschätzung 2013 in Hessen übertroffen. Der Konjunkturmotor wird voraussichtlich bereits in der ersten Jahreshälfte 2013 wieder anspringen, vorausgesetzt, Europas Krisenpolitik läuft weiterhin reibungslos und findet nachhaltige Lösungen für die Probleme im Euroraum. “.

Müller berichtete: „Grundpfeiler für die positive Stimmung ist die stabile Geschäftslage der Wirtschaft in Hessen: 88 Prozent der Unternehmen berichten aktuell von guten oder befriedigenden Geschäften. Diese positive Grundstimmung wird dazu beitragen, dass die hessischen Unternehmen ihre Exportstärke, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft ausspielen können. Allerdings überträgt sich diese Dynamik noch nicht voll auf die Investitionspläne der Unternehmen, die aber immerhin nicht zum Hemmschuh für die konjunkturelle Dynamik werden, sondern stabil bleiben.“

Das IHK-Geschäftsklima für Hessen liegt bei 113 Punkten - ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung, wie die IHK weiter berichtete. Dies sei eine Zunahme von drei Zählern gegenüber der vorherigen Umfrage. Von rückläufigen Geschäften in den nächsten Monaten gehe nur noch jedes fünfte Unternehmen aus, gleichzeitig sei der Anteil der Optimisten, die eine verbesserte Geschäftslage erwarten, um zwei auf 20 Prozent gestiegen.

Der Arbeitsmarkt entwickele sich weiter stabil, erklärte die IHK. 84 Prozent der Unternehmen würden mit höheren oder gleichbleibenden Beschäftigtenzahlen planen. Lediglich 16 Prozent wollten Mitarbeiter entlassen. „Damit schlägt der Arbeitsmarkt 2013 in eine stabile Seitwärtsbewegung ein, die weder großer Sprünge nach oben noch nach unten erwarten lässt.“

Die Exporterwartungen steigen deutlich, wie die Kammer weiter erläuterte. Der Anteil der Unternehmen, die mit mehr Exporten planten, sei um acht auf 29 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sinke der Anteil der Pessimisten um fünf Prozentpunkte auf 13 Prozent. „Gespeist wird dieser Optimismus zum einen von der dynamischen Entwicklung der Weltwirtschaft, zum anderen stabilisiert die weiter zunehmende Bedeutung der Schwellenländer als Absatzmärkte für die regionale Wirtschaft die Exporte der hessischen Unternehmen“, so die Kammer.

79 Prozent der Unternehmen planten ihre Investitionsausgaben zu erhöhen oder konstant zu halten - ein leichter Rückgang um einen Prozentpunkt im Vergleich zur vorherigen Umfrage. Mehr als ein Drittel der hessischen Unternehmen wollen ihre Auslandsinvestitionen in den kommenden Monaten erhöhen oder auf dem jetzigen Niveau lassen. 

ku

Quelle: op-online.de

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