„Dreistes und ausbeuterisches Verhalten“

500 Euro Miete pro Raum: Illegale Kellerwohnung entdeckt

Frankfurt - Der Aufmerksamkeit zweier Stadtpolizisten ist es zu verdanken, dass ein besonders dreister Fall illegaler Kellervermietung entdeckt wurde.

Die Beamten stellten bei einer Routinekontrolle im Stadtteil Griesheim fest, dass mehrere Personen asiatischer Herkunft im Keller eines Einfamilienhauses wohnten. Als die Stadtpolizisten die Kellerräume in Augenschein nahmen, bemerkten sie, dass aufgrund der geringen Kellerfenstergröße und Deckenhöhe der Verdacht eines Verstoßes gegen die Bauordnung sowie der Verdacht der illegalen Kellervermietung nahe liegt.

Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, waren von den fünf Kellerräumen des Hauses drei als Wohnräume und je einer als Küche und Bad umfunktioniert. Ein in der Wohnung angetroffener Vietnamese gab an, dass derzeit vier Personen die Kellerräume bewohnen. Gegenüber den Beamten sagte er, 500 Euro Warmmiete pro Kellerraum zu bezahlen. Aus einer E-Mail zwischen der Vermieterin der Räume und ihm geht hervor, dass zudem eine Mietkaution von 500 Euro zu hinterlegen war und das Mietverhältnis seit September 2015 besteht.

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Gegenüber der zwischenzeitlich eingetroffenen Vermieterin wurde ein Nutzungsverbot für den Kellerbereich als Wohnraum ausgesprochen. Die zuständigen Ämter der Stadt wurden informiert und werden sich der Sache annehmen. Ordnungsdezernent Markus Frank betont: „Trotz knappen Wohnraums in Frankfurt können wir ein derartig dreistes und ausbeuterisches Verhalten gegenüber Wohnraumsuchenden nicht tolerieren. Hier wird die Not von Menschen auf schändliche Art und Weise ausgenutzt. Ich bin froh, dass durch die Aufmerksamkeit der beiden Stadtpolizisten diesem Treiben ein Ende gesetzt wurde.“ (pia)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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