Tierschutzverstöße erreichen Rekordwert

Illegaler Handel mit Welpen nimmt zu

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Darmstadt - Der illegale Handel mit Welpen in Südhessen nimmt zu. In immer kürzeren Abständen stoppen Beamte vor allem Transporte mit Hundewelpen, wie das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt mitteilt.

Unter dem Deckmantel des Tierschutzes bieten zwielichtige Organisationen die jungen Tiere gutgläubigen Menschen gegen Entrichtung sogenannter Schutzgebühren an. Die Banden schleusen die Welpen unter Missachtung der geltenden tierschutz- und tierseuchenrechtlichen Vorschriften durch halb Europa nach Deutschland. Die Tiere haben meistens meistens weder eine vorgeschriebene Tollwutimpfung noch eine Mikrochipkennzeichnung. Auch die Ausweispapiere sind meist – wenn überhaupt vorhanden – gefälscht. Die Übergabe der Welpen an die neuen Besitzer findet dann oft direkt aus dem Kofferraum gegen Barzahlung statt.

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Das RP belegt den Trend mit Zahlen: Im Jahr 2013 mussten die 14 Veterinärbehörden in Südhessen 199-mal einschreiten. Auch die eingeleiteten Bußgeldverfahren steigen bereits seit Jahren kontinuierlich, erreichten allerdings im vergangenen Jahr einen Rekordwert. Die 40 schwersten Fälle übernahm im Vorjahr die Staatsanwaltschaft. Fachleute schätzen die Dunkelziffer beim illegalen Tierhandel als sehr hoch ein. Den Tätern droht in solchen Fällen eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

ron

Quelle: op-online.de

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