Nach India ging das Geld aus

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Der Veranstalter der Zirkus-Show „India“ hat beim Amtsgericht Darmstadt wegen finanzieller Probleme einen Insolvenzantrag gestellt.

Darmstadt - Der Veranstalter der Zirkus-Show „India“ hat beim Amtsgericht Darmstadt wegen finanzieller Probleme einen Insolvenzantrag gestellt.

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Gerichtssprecher Albrecht Simon bestätigte am Donnerstag Angaben des „Mannheimer Morgens“. Für die Prime Time Entertainment AG im südhessischen Mörfelden sei ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden. Dessen Sprecher sagte, am Sitz des Unternehmens gebe es etwa 10 Mitarbeiter, im Show-Betrieb rund 40 Festangestellte.

Bilder von der eingestellten Show:

„India“ – Weltpremiere in Frankfurt

Derzeit würden Gespräche geführt. Geprüft werde, wie das Unternehmen fortgeführt werden könne. Premiere des bunten Spektakels, bei dem rund 75 indische Akrobaten zu Live-Musik auftraten, war am 17. Dezember in einer eigens für die Show gebauten Maharadscha-Zeltstadt in Frankfurt, die jetzt leer steht. Mehr als 70.000 Zuschauer sahen nach Angaben der Veranstalter die Zirkus- und Tanz- Show am Main. Das Gastspiel wurde bei seiner zweiten Station in Hamburg in dieser Woche vorzeitig abgebrochen. Als Begründung wurden die „seit Wochen anhaltenden schlechten bis katastrophalen Wetterbedingungen“ genannt.

Show musste früher eingestellt werden

„Kälte, Eis und Schnee haben nicht nur die Arbeit der Künstler erschwert, sondern auch viele Hamburger von einem Besuch der Zeltpaläste abgehalten“, heißt es in einer Mitteilung. „Der notwendige Kostendeckungsbetrag konnte damit durch den Ticketverkauf nicht mehr erzielt werden.“ Als weitere Stationen waren Stuttgart, Berlin und Wien geplant gewesen. Der Chef und Gründer der Prime Time Entertainment AG, Matthias Hoffmann, hatte nach eigenen Angaben rund sieben Millionen Euro in die Produktion der Show investiert. Pech hatte der erfolgreiche Produzent von „Afrika! Afrika!“ bereits 2008 mit dem Jamie-Oliver- Dinner.

Auch diese Show musste früher als geplant eingestellt werden. Höhen und Tiefen ist der 58 Jahre alte Mann gewohnt: Mit den „Drei Tenören“ feierte er einst Welterfolge, ein Steuerverfahren brachte ihm mehrere Monate U-Haft ein, anschließend ging es mit der Dinner- Show „Palazzo“ wieder bergauf, bevor er zusammen mit André Heller „Afrika! Afrika!“ kreiierte, das nach seinen Worten rund 3,5 Millionen Zuschauer sahen.

dpa

Quelle: op-online.de

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