Innenminister Boris Rhein

Ärger über teure Polizei-Einsätze beim Fußball

Wiesbaden - Der hessische Innenminister Boris Rhein hat die hohen Ausgaben für Polizei-Einsätze bei Fußballspielen kritisiert. Der Innenminister schließt auch nicht aus, die Vereine künftig an den Kosten zu beteiligen.

Wegen der teuren Polizeieinsätze will Hessens Innenminister Boris Rhein die Fußballvereine in die Pflicht nehmen. Von den Clubs verlangte der CDU-Politiker in Wiesbaden „eine klare Ansprache" in Richtung der Fans. Nicht die Polizei, sondern der Veranstalter sei für die Sicherheit bei den Fußballspielen verantwortlich.

In Hessen sind bei der Polizei in der Saison 2011/2012 Personalkosten von 6,7 Millionen Euro für den Fußball angefallen. Jedes Heimspiel von Bundesligist Eintracht Frankfurt kostete den Steuerzahler 105.000 Euro. Die Eintracht schlug insgesamt mit 1,8 Millionen Euro bei den Einsätzen zu Buche.

Es könne nicht Aufgabe der Polizei sein, verfeindete Fangruppen auseinanderzuhalten, betonte Rhein. Er schlug den Vereinen vor, bei Randalen auch zivilrechtlich gegen Fans vorzugehen. Eine finanzielle Beteiligung der Vereine an den Polizeikosten schloss der Minister nicht aus, wenn die „schwergängigen" Vereine sich nicht bewegten.

dpa

Quelle: op-online.de

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