Innenstadtkonzept für Frankfurt vorgestellt

Viel Natur und mehr Freiraum

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Frankfurts Innenstadt soll grüner und lebendiger werden. Auch der Klimawandel spielt eine wichtige Rolle für künftige Entwicklungen.

Frankfurt - Grüne Oasen, umgeben von Hochhäusern und dem Trubel der Großstadt. Im neuen Entwicklungskonzept für die Frankfurter Innenstadt ist neben genügend Erholungsflächen für die Bürger auch erstmals das Thema Klimawandel ein wichtiger Bestandteil. Von Sabrina Kristen

Bürgermeister Olaf Cunitz, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Verkehrsdezernent Stefan Majer haben gestern ihren Rahmenplan vorgestellt. „Da die Innenstadt ein wichtiger Identifikationsfaktor für die Menschen in Frankfurt ist, wollen wir die Attraktivität des Zentrums noch weiter steigern“, so Planungsdezernent Cunitz.

Beim Ideenplan, für den jahrelange Vorarbeit nötig war, spielten auch die Frankfurter Bürger eine Rolle: Ihre Vorschläge wurden im Konzept berücksichtigt und miteingebracht. Eine umfangreiche Klimastudie vervollständigt das Konzept. Diese zeigt neben den Zonen des Zentrums, in denen es besonders heiß wird, auch Möglichkeiten, die hohe Wärmebelastung zu reduzieren.

„Dank der Studie kennen wir nun die Knotenpunkte, wo wir in den nächsten Jahren das Klima durch Bäume und eine intensivere Begrünung verbessern müssen“, erklärt Heilig. Dabei sollen neben neuen Grünflächen auch Baumalleen in der Innenstadt entstehen. Grünere Wege sollen dabei die Wallanlagen und das Mainufer mit dem Zentrum vernetzen.

Erlebbares Zentrum

„Auch kleine Projekte wie ‘urban gardening’, also Gartenarbeit an ungewöhnlichen Orten, können bereits einen enormen Beitrag dafür leisten, den Klimawandel aufzufangen“, ist sich die Umweltdezernentin sicher. Im neuen Konzept kommen neben der Umwelt auch die Fußgänger und Radfahrer nicht zu kurz. „Wir wollen das Zentrum erlebbarer machen, aber dennoch die gute Erreichbarkeit mit dem Auto nicht einschränken“, betont Majer dabei.

Sichere Wege für Radfahrer und Fußgänger braucht Frankfurt – da sind sich die drei grünen Politiker einig. „Als Radfahrer muss man sich schließlich auch in der Innenstadt sicher fühlen können“, sagt Cunitz. Auf dem Plan steht des Weiteren, die Barrierewirkung der Berliner Straße, der Konrad-Adenauer-Straße und der Mainuferstraße zu reduzieren.

Ruhiger Ort für gemeinsamen Austausch

Wo jetzt noch Autos stehen, könnten demnächst weite Freiräume für Quartiersplätze entstehen. Die Schaffung eines solchen Mittelpunkts ist unter anderem für das Allerheiligenviertel zwischen Zeil und Battonnstraße im Gespräch. „Die Menschen brauchen einen Ort, an dem es etwas ruhiger zugeht und wo sie sich austauschen können“, findet die Umweltdezernentin. Auch im Bereich zwischen Römer, Berliner Straße und Paulskirche ist die Gestaltung eines größeren Quartiersplatzes geplant.

Das Konzept lässt außerdem das Thema Wohnungsbau nicht unberücksichtigt. 30 bis 60 Meter hohe „Hochhäuser“ könnten an einigen Stellen in der Innenstadt entstehen. Außerdem sollen bislang gewerblich genutzte Grundstücke umfunktioniert werden.

Der Rahmenplan gibt die Richtung für die Entwicklung der Innenstadt für die nächsten zehn bis 15 Jahre vor. Er muss nun vom schwarz-grünen Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung angenommen werden, ehe es an die Umsetzung gehen kann.

Quelle: op-online.de

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