Internet-Café als Drogenbörse

Frankfurt - Aus einem Internet-Café sollen vier Männer aus Algerien und Indien schwunghaften Rauschgifthandel betrieben haben. Seit heute müssen sich die Männer vor dem Frankfurter Landgericht verantworten.

Die Anklage legt ihnen zur Last, zwischen Mai und September vergangenen Jahres das Internet-Café des mitangeklagten Inders (49) zu einer Rauschgiftbörse umfunktioniert zu haben. Zahlreiche Drogenkonsumenten sollen in den Benutzerkabinen oder auf der Toilette Kokain oder Haschisch erhalten haben. Zum Prozessauftakt kündigten die Angeklagten über ihre Verteidiger weitgehende Geständnisse an. Mitte vergangenen Jahres kam die Polizei dem kriminellen Treiben in dem Café auf die Spur. Ein Scheingeschäft wurde eingefädelt und einem Zivilbeamten Drogen zum Kauf angeboten. Die zwischen 24 und 41 Jahre alten Nordafrikaner kamen in Untersuchungshaft, während der Inder das Café weiter betrieb. Ihm wird lediglich zur Last gelegt, die Drogengeschäfte in seinem Lokal geduldet zu haben. Eine direkte Beteiligung an dem Rauschgifthandel konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

Quelle: op-online.de

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