Wiesbaden prüft Kooperation mit Ditib

Islamunterricht in Hessen auf der Kippe

Wiesbaden – Der Islamunterricht in Hessen steht möglicherweise zur Disposition. Die neue Landesregierung soll zügig entscheiden, ob er fortgesetzt oder durch Islamkunde ersetzt wird. Von Pitt von Bebenburg

Das wäre kein bekenntnisorientierter Unterricht mehr, sondern ein informativer Kurs. Die derzeitige Form solle aber auf jeden Fall bis zum Ende des Schuljahres fortgesetzt werden, heißt es aus dem Kultusministerium.

Bei den Überlegungen zum Ausstieg spielen die Entwicklungen beim Moscheeverband Ditib eine Rolle. Dieser steht der türkischen Regierung nahe und war wegen der angeblichen Ausspähung von Gegnern des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Verruf geraten. Nun wurde zudem bekannt, dass Ditib in Köln eine geheime Tagung mit radikalen Muslimgruppen veranstaltet und dort einem „deutschen Islam“ eine Absage erteilt habe.

Andrang zum Tag der offenen Moschee

Im Kultusministerium von Alexander Lorz (CDU) werde all dies genau registriert und in die Bewertung einbezogen, hieß es. Ditib Hessen versichert jedoch, dass es nicht dem Einfluss des Bundesverbands in Köln unterliege. Das Ministerium hatte vor einem Jahr vom Landesverband Nachweise der Unabhängigkeit gefordert. Hessens Ditib-Vorsitzender Salih Özkan sagte, die Unterlagen lägen dem Ministerium vor. Ditib würde ein Ende der Zusammenarbeit bedauern.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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