Polizei riegelt alles ab

Aktivisten besetzen zwei leerstehende Häuser

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Ein Bild von der Räumung im vergangenen Jahr.

Frankfurt - In Frankfurt halten Aktivisten zwei Häuser besetzt. Sie protestieren gegen steigende Mieten sowie den Mangel alternativer Räume im Stadtbild. Die Polizei hat eines der Gebäude komplett abgeriegelt.

Rund ein Jahr nach der Räumung des „Instituts für vergleichende Irrelevanz“ (IvI) halten Aktivisten in Frankfurt zwei Gebäude besetzt. Gegen die Besetzer sei durch die Eigentümer inzwischen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt worden, sagte heute ein Sprecher der Polizei. Die Gebäude im Gallusviertel gehören nach Angaben der Polizei einem lokalen Immobilienunternehmen sowie dem Bund in Gestalt der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die Besetzer waren gestern in die leerstehenden Häuser eingedrungen. Die Polizei hat eines der Gebäude komplett abgeriegelt.

Die Aktivisten aus dem Umfeld des IvI protestieren nach eigenen Angaben gegen steigende Mieten sowie den Leerstand und den Mangel alternativer Räume im Stadtbild. Im April 2013 war das IVI, ein Gebäude im Frankfurter Westend, nach zehn Jahren Besetzung geräumt worden. Es war das letzte besetzte Haus der Stadt. Die Aktivisten fordern die Stadt auf, ihnen ein neues Gebäude zur Verfügung zu stellen. „Eines der Gebäude soll ohnehin bald abgerissen werden. Wir sind also bereit mit dem Eigentümer über eine Zwischennutzung zu sprechen“, sagte eine Sprecherin der Besetzer. Bereits Mitte März hatten sich 26 Menschen in einer leerstehenden Villa in Frankfurt versammelt und dort demonstriert.

Bilder von der IVI-Räumung 2013

„Institut für vergleichende Irrelevanz“ in Frankfurt geräumt

dpa

Quelle: op-online.de

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