Bis ins Jahr 2046: Streit um Biblis-Zwischenlager 

Biblis/Heppenheim - Die Laufzeit des Zwischenlagers am Kernkraftwerk Biblis sorgt für Streit. Atomrechtlich darf es das Zwischenlager, wo Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen untergebracht werden, bis zum Jahr 2046 geben.

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat eine vom Landkreis Bergstraße ausgesprochene Befristung kassiert, Landrat Matthias Wilkes (CDU) wehrt sich dagegen. Das hessische Umweltministerium und der Atomkraftwerk-Betreiber RWE bewerteten am Donnerstag die Entscheidung des Regierungspräsidiums als richtig. Atomrechtlich darf es das Zwischenlager, wo Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen untergebracht werden, bis zum Jahr 2046 geben. Laut Regierungspräsidium Darmstadt genehmigte der Landkreis den Bau des Zwischenlagers mit einer anderen zeitlichen Einschränkung.

Das Lager müsse mit der Stilllegung des Atomkraftwerkes beendet werden. Für diese Befristung fehlten aber baurechtliche Voraussetzungen. Auf welchem Weg gegen diese Entscheidung vorgegangen wird, werde „verwaltungsrechtlich sorgfältig geprüft“, sagte Wilkes. Zudem müsse politisch erreicht werden, dass die Castor-Behälter aus Sicherheitsgründen nicht in Biblis bleiben müssen, sondern in den zentralen Zwischenlagern Ahaus und Gorleben untergebracht werden können.

dpa

Quelle: op-online.de

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