Johannes B. Kerner über seine Kochshow in Frankfurt

Die Fete fängt in der Küche an

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TV-Moderator Johannes B. Kerner bringt sechs Starköche in der Frankfurter Festhalle zusammen auf die Bühne.

Frankfurt - Sechs Starköche sollen die Frankfurter Festhalle in eine wahre Genuss-Arena verwandeln. Bevor sich jedoch am 29. Januar Schuhbeck, Lafer und Co. auf Einladung von Johannes B. Kerner zu Deutschlands größter Kochshow treffen, haben wir mit dem Moderator über die Veranstaltung gesprochen. Von Konstanze Löw 

Herr Kerner, können Sie verraten, was die Zuschauer erwartet?
Das wird ein kunterbunter Abend. Sechs Köche – Alfons Schuhbeck, Johann Lafer, Alexander Herrmann, Cornelia Poletto, Nelson Müller und Kolja Kleeberg – werden gemeinsam ein originelles 6-Gänge-Menü zubereiten. Dabei wird natürlich gelobt, kritisiert und probiert.

Auf was freuen Sie sich besonders?

Ich freue mich auf die Köche, auf die Zuschauer und einfach darauf, die Leute zusammenzubringen. Und ich freue mich, dass wir nicht nur kochen, sondern auch mit Entertainment, Musik, Magie und verrückten Spektakeln darüber hinausgehen. Man sagt ja: Jede gute Fete endet in der Küche. Ich sage: Wir lassen die Fete einfach gleich in der Küche anfangen.

Neben all der Show drumherum: Werden die Zuschauer auch mit einbezogen?

Klar! Wir wollen dem Publikum auch kleine, feine Tipps geben und Gerichte, die jeder glaubt zu kennen, mal anders darbieten. Die Tatsache, dass wir mit über 6.000 Leuten in der Festhalle sitzen, bedeutet für uns, dass wir die größte Jury Deutschlands haben. Das wollen wir nutzen. Wir haben tausende Probierschüsselchen bestellt, das Publikum soll den Köchen ehrlich sagen, ob´s ihnen schmeckt oder nicht.

Werden auch Sie den Kochlöffel schwingen?

Ich kann’s nicht ausschließen. Aber die, die bislang mein Essen gegessen haben, haben es auch überlebt. Den Fachleuten werde ich an diesem Abend nicht ins Handwerk pfuschen.

Aber von den Profis haben Sie sich im Laufe der Jahre bestimmt einiges abgeguckt?

Natürlich lernt man vieles, schaut sich Kniffe ab. Vor allem was die Variationen von Gerichten und meine Experimentierfreude angeht, bin ich kreativer geworden. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ein Koch bin, geschweige denn ein guter Koch.

Haben sie trotzdem einen Tipp für unsere Leser?

Bei Offenbach fällt mir sofort Handkäs mit Musik ein. Viele halten das ja für ein Verbrechen, aber man kann es auch etwas abweichend vom Originalrezept zubereiten. Anstatt großen Handkäs kann man zu kleineren, sogenannten Cocktail-Harzern greifen. Ein bisschen Öl drüber, für die Säure nehme ich keinen Essig sondern schneide Äpfelchen in kleine Würfel. Anstatt Zwiebeln kommt Schnittlauch drüber, dann Pfeffer, Salz und zum Schluss etwas Crema di Balsamico. Das ist das gleiche Gericht, nur einfach mal anders. Es lohnt, sich Gedanken zu machen.

Das Rezept lädt echt zum Nachmachen ein. Kochen Sie denn auch Zuhause?

Ich koche natürlich nicht jeden Tag. Aber wenn ich sage, dass ich koche, dann gehört wirklich alles dazu. Zettel schreiben, einkaufen, schnibbeln, kochen, abräumen, Geschirrspüler einräumen, abwaschen, Müll rausbringen. Die Wahrheit ist: Das mache ich natürlich nicht so oft. Aber wenn, dann richtig.

Wird der Abend in der Festhalle trotz Ihrer Showerfahrung eine Herausforderung?

Für mich wird die Show total aufregend. Die Leute denken ja: Mensch, der Kerner macht jetzt schon seit so vielen Jahren Fernsehen und kann vor großem Publikum auftreten. Aber in so einer großen Halle und dann auch noch mit diesem Flohzirkus von lauter Köchen um mich herum, das ist etwas, was ich noch nie vorher hatte.

Harte Schale, zarter Kern: Garnelen, Hummer und Co.

Zum Flohzirkus passt ja auch das Sprichwort, dass viele Köche den Brei verderben. Könnte sowas auch in der Show passieren?

Dass der Brei verdorben wird, darüber mache ich mir keine Gedanken. Aber Flohzirkus kann ich mir gut vorstellen. Die muss ich dann dressieren, das ist meine Aufgabe. Denn so eine Veranstaltung ist auch immer ein bisschen Anarchie. Klar haben wir ein Programm, aber was am Ende tatsächlich passiert, kann man nie genau sagen. Ich lasse mich überraschen und freue mich wie ein kleines Kind.

Ihre Zeitung verlost fünf mal zwei Karten für die Show am Freitag, 29. Januar, um 20 Uhr in der Festhalle. E-Mail mit Name und Adresse bis einschließlich 16. Januar an gewinnspiel@op-online.de senden, die Gewinner werden benachrichtigt.

Quelle: op-online.de

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