Heimtückischer Mord oder Totschlag?

Jugendlicher (18) stirbt nach Messerattacke

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Symbolbild

Marburg - Zwei junge Männer haben sich zu einem Faustkampf verabredet, einer hatte ein Messer dabei und stach zu. Das Opfer ist tot.

Weil er bei einem Faustkampf ein Messer gezogen und seinen Gegner getötet haben soll, steht seit Dienstag ein 19-Jähriger vor dem Landgericht Marburg. Das 18 Jahre alte Opfer wurde der Anklage zufolge durch zwei Stiche in Magen und Herzwand so schwer verletzt, das es innerhalb kurzer Zeit starb. Der 19-Jährige muss sich wegen Totschlags verantworten. Nach Angaben des Gerichts kommt auch eine Verurteilung wegen heimtückischen Mordes infrage - denn es sei ein waffenloser Kampf vereinbart gewesen.

Die Kontrahenten hatten sich im März in Steffenberg (Kreis Marburg-Biedenkopf) nach Streitigkeiten zu dem Kampf verabredet. Der Angeklagte räumte ein, das Messer dabei gehabt zu haben. Nachdem er durch die ersten Schläge seines körperlich überlegenen Gegners zu Boden gegangen sei, habe er mit dem Messergriff seine Schläge verstärken wollen. Erst als der 18-Jährige blutete, will er bemerkt haben, dass das per Knopfdruck funktionierende Messer geöffnet war.

An mehreren Verhandlungstagen müssen die Richter auch klären, ob der Angeklagte voll schuldfähig ist. Gutachten zufolge stand er zur Tatzeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss, außerdem soll er unter einer Persönlichkeitsstörung leiden.

dpa

Quelle: op-online.de

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