Bundesgerichtshof bestätigt Vorinstanzen

Junge Witwe von Schubert erbt alleine

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Der Frankfurter Ehrenbürger Bruno Schubert.

Karlsruhe/Frankfurt - Die Witwe des einstigen Bierkönigs und Frankfurter Ehrenbürgers Bruno H. Schubert ist nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshof (BGH) Alleinerbin ihres Mannes.

In der Verhandlung vor dem IV. BGH-Zivilsenat ging es gestern in Karlsruhe um die Frage, ob Schubert die von ihm gegründete Umweltstiftung ein Jahr vor seinem Tod wirksam enterbt hat. Das habe er getan, die Witwe erbe allein, urteilte der BGH und bestätigte die Entscheidungen der beiden Vorinstanzen.

Ob es überhaupt etwas zu erben gibt, ist freilich unklar. Und für Meharit Schubert (30) war das Verfahren in Karlsruhe nur eine juristische Baustelle: Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen sie wegen unterlassener Hilfeleistung vor Schuberts Tod; außerdem wird wegen Steuerhinterziehung ermittelt.

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Ein Rätsel hinterlassen

Der ehemalige Eigentümer der Henninger-Brauerei, der in Frankfurt wegen seiner Großzügigkeit bekannt war, starb 2010 im Alter von 90 Jahren. Kurz vor seinem Tod hatte er seine zweite Frau als Alleinerbin eingesetzt. Jahre zuvor war in einem Erbvertrag festgelegt worden, dass die von Schubert gegründete Umweltstiftung alles bekommen sollte. Die Stiftung hatte bezweifelt, dass dieser Vertrag tatsächlich aufgehoben wurde.

Ob sich Meharit Schubert über die Entscheidung des höchsten Zivilgerichts freuen kann, ist nicht klar. Denn ob Schubert Vermögen hinterlassen hat, ist weiter offen. Über den Nachlass ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Gläubiger, darunter das Finanzamt, haben Forderungen in Millionenhöhe angemeldet. Diese Schulden muss die Erbin allerdings nicht bezahlen, das Insolvenzverfahren schützt sie davor. Spekuliert wird, dass etliche Schubert-Millionen ins Ausland geschafft wurden. Gefunden hat sie Insolvenzverwalter Jan Roth nicht.

Zur Verhandlung erschien die Schubert-Witwe gestern in Begleitung ihres Anwalts und eines Beraters. Immerhin ist nun klar, dass die Prozesskosten in sechsstelliger Höhe die Schubert-Stiftung tragen muss.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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