„Special Acoustic Event“ vor 500 Fans

Justin Bieber gibt Mini-Konzert in Frankfurt

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Eine halbe Stunde dauerte Biebers Auftritt im Flughafen.

Frankfurt - Die hysterischen Heulkrämpfe begannen erst nach dem Konzert. Auf dem Weg zur S-Bahn verlief die Mascara der meist weiblichen Justin-Bieber-Fans. Sie trauerten, dass er schon wieder weg war. Andere schrien sich über die Gleise zu: „Ich habe Justin gesehen.“ Von Kathrin Rosendorff

500 Bieber-Fans lauschten dem kanadischen Superstar, der im Norweger-T-Shirt und verwaschener Jeans auf seinem Hocker saß, lächelte und sang – nur von einem Gitarristen begleitet – ganze 30 Minuten beim „Special Acoustic Event“ am Frankfurter Flughafen.

Verblüffende Ähnlichkeit: Justin Bieber als Wachsfigur

Verblüffende Ähnlichkeit: Justin Bieber als Wachsfigur

Verlost hatten die Tickets die beiden hessischen Privat-Radiostationen FFH und Planet Radio. Für Biebers ein intimer Rahmen: Bei seiner „My World Tour“ 2010/11 hatte der Kanadier vor über einer Million Menschen in den größten Hallen der Welt gespielt. Im Frühjahr kommt er auf seiner Welttournee „Believe“ auch nach Deutschland. Den sichteinschränkenden überlangen Bieber-Pony hatte er schon vergangenes Jahr abgelegt. Diesmal trug er Elvis-Tolle. Schreien und Schieben hielten sich während des Konzerts in Grenzen - zumindest für Bieber-Verhältnisse, der schon öfter Auftritte abbrechen musste, weil die Mädchen sich fast erdrückten. Sieben Songs hörten die Fans, darunter „Baby“, „Boyfriend“ und seinen aktuellen Hit „As Long As You Love Me“. „Ich liebe es, so kleine Konzerte zu spielen und so nah meinen Fans zu sein. Weder die Kids noch ich werden diesen Tag vergessen“, sagte er.

„Bei FFH haben wir gefragt, was die Kinder tun würden, um Justin Bieber live zu erleben“, sagte FFH-Pressesprecher Dominik Kuhn. Alienor (15) aus Karlsruhe versprach: „Ich mache alles im Haushalt: Putzen, Abwaschen, Müll-Rausbringen.“ Ihre Mutter verstand das Bieber-Fieber: „Ich hatte das früher so ähnlich mit Udo Jürgens.“ Sie musste mit, weil Kinder unter 16 Jahren nicht allein ins Konzert durften.

Obwohl der Zeitpunkt des Konzerts geheim gehalten wurde und die Sender die Fans warnten, ohne Ticket zum Flughafen zu fahren, waren doch ein paar hundert Mädchen auf gut Glück gekommen. „Justin hat uns beigebracht, immer weiter hoffen zu müssen“, seufzte Nadine Gnatzy (13) aus Mainz. Ihr Kommen lohnte sich, denn nach dem Konzert schaute der Star für 30 Sekunden vorbei, kritzelte ein paar Autogramme. Mit einem Lebkuchenherz, das ihm ein Mädchen geschenkt hatte, flog er weiter.

dpa

Quelle: op-online.de

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