Kämmerer Becker will nach oben

Uwe Becker

Frankfurt (dpa/mic) - Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker würde im Jahr 2013 gerne Nachfolger von Oberbürgermeisterin Petra Roth (beide CDU) werden. „Ich mache mit Leib und Seele in Frankfurt Politik für Frankfurt. Das Amt des Oberbürgermeisters ist vor diesem Hintergrund sehr reizvoll“, sagte Becker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die 67-jährige Roth, seit 16 Jahren im Amt, darf 2013 aus Altersgründen nicht mehr antreten. Der über die Parteigrenzen wegen seines Sachverstandes geschätzte Becker gilt seit längerem als Anwärter auf die Nachfolge. Als weiterer Kandidat wird der Frankfurter CDU-Vorsitzende und hessische Innenminister Boris Rhein gehandelt. Becker kündigte an, die CDU werde „spätestens im Laufe des nächsten Frühjahrs“ über ihren Kandidaten für die OB-Wahl entscheiden. Der CDU-Bewerber müsse ein klares Bild von der Stadt und den Herausforderungen haben. Dieses Bild habe er.

Becker mahnte die Stadt zu einer sparsamen Haushaltsführung. „Unser Ziel heißt: Keine Netto-Neuverschuldung“, sagte er. Nicht alle der derzeit geplanten Großprojekte in Frankfurt könnten parallel realisiert werden. Als besonders wichtig bezeichnete er die Rekonstruktion der Altstadt, die über 100 Millionen Euro kosten soll. Bei der Gewerbesteuer seien für Frankfurt in diesem Jahr 1,4 Milliarden Euro „erreichbar“, prognostizierte der Kämmerer. Frankfurt verzeichnete 2007 und 2008 Rekordeinnahmen von jeweils 1,7 Milliarden Euro aus der Gewerbesteuer. Diese Rekorde seien wieder erreichbar, so Becker. Der Hebesatz in Frankfurt von 460 Punkten bewege sich im Mittelfeld der deutschen Großstädte. Er warne davor, Frankfurt immer wieder teurer zu reden als es sei.

Becker bezeichnete die Finanzlage der Mainmetropole mit der Schulnote Zwei. Allerdings seien die Einlagen auf dem Girokonto der Stadt in den zurückliegenden drei Jahren von 1,1 Milliarden Euro auf auf rund 270 Millionen Euro gesunken.

Im inhaltlichen Wettstreit mit dem Koalitionspartner Grüne komme es darauf an, „noch christdemokratischer zu sein“ und die Verbindung von praktischer Politik auf Bereichen wie Bildung, Soziales, Familie und Umwelt mit „unserem christlichen Kern herzustelen“. Dies sei häufig vergessen worden.

Quelle: op-online.de

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