Kampf für Kleinmarkthalle

Frankfurt (dpa) ‐ Erstmals in ihrer Geschichte treten die Händler der Frankfurter Kleinmarkthalle in einen Streik.

Sie wollen heute Nachmittag gegen die drohende Privatisierung der traditionsreichen Markthalle protestieren und ziehen von 16 Uhr an zum nahe gelegenen Römerberg, wie die Interessengemeinschaft Kleinmarkthalle mitteilte. „Wir sehen uns in unserer Existenz bedroht“, sagte Schriftführerin Anja-Katharina Mänz.

Die Stadtverordneten wollen die Immobilie komplett der stadteigenen Managementgesellschaft für Hafen und Markt (HFM) übertragen. Die Immobilie würde zu einem Spekulationsobjekt, der Charakter des volkstümlichen Marktes ginge verloren.

In der Kleinmarkthalle in der Frankfurter Innenstadt bieten rund 60 Stände Spezialitäten aus aller Welt an. 1954 wurde die im Krieg zerstörte Markthalle abgerissen und im Stil der 50er Jahre neu errichtet. Vor vier Jahren wollte der Frankfurter Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) das mittlerweile stark renovierungsbedürftige Gebäude abreißen lassen. Inzwischen befürwortet die Stadt hingegen eine Sanierung. Wann damit begonnen wird, ist aber noch unklar.

Quelle: op-online.de

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