In Gewahrsam genommen

Betrunken und aggressiv: Kanadier flippt am Flughafen völlig aus

Frankfurt - Schon wieder ist ein Passagier am Frankfurter Flughafen ausgerastet: dieses Mal ein Kanadier. Die Bundespolizei muss gleich mehrfach einschreiten.

Eigentlich wollte der 36 Jahre alte Mann aus Kanada gestern nur einen Zwischenstopp in Frankfurt einlegen, nach seiner Ankunft aus Kairo sollte es nämlich direkt nach London weitergehen - doch daraus wurde nichts. Wie die Bundespolizei berichtet, zeigte ein Detektionsgerät bei der Kontrolle seines Handgepäcks einen Verdacht auf Sprengstoff an. Sofort wurden mehrere Beamten hinzugerufen, die den deutlich alkoholisierten Mann dann kontrollieren wollten. Der allerdings beleidigte sie und trat einem der Einsatzkräfte gegen den Oberschenkel. Trotz seiner Gegenwehr brachten sie ihn zu Boden und fesselten den 36-Jährigen. Er erwiderte das wiederum mit zahlreichen weiteren Beschimpfungen.

Der Kanadier musste schließlich mit zur Wache: Hier wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands und Beleidigung eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und einer Sicherheitskontrolle durfte er aber wieder auf freien Fuß.

Doch das sollte nicht alles sein. Weil ihr der Mann zu betrunken war, lehnte die Fluggesellschaft nämlich seine Beförderung nach London ab, wohin der Mann ja eigentlich unterwegs war. Das passte dem Kanadier natürlich so gar nicht: Er beledigte daraufhin die Mitarbeiter und drohte sogar damit, das Servicenter zu zerstören, wie die Bundespolizei weiter berichtet.

Die Servicemitarbeiter konnten ihn schließlich doch etwas beruhigen und zur Passkontrolle schicken, damit er statt eines Weiterflugs nach Deutschland einreisen konnte. Allerdings hatte er wohl nicht viel dazugelernt, denn erneut beschimpfte er die Beamten - und drohte auch hier damit, das Mobiliar zu zerstören. Die Bundespolizisten führten daraufhin einen Atemalkoholtest durch, er ergab 2,35 Promillle. Zur Ausnüchterung wurde der Kanadier auf richterliche Anordnung hin in Gewahrsam genommen.

Die Konsequenz des Vorfalls: Weil sein Verhalten eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellte und er außerdem über keine finanziellen Mittel für einen Aufenthalt in Deutschland verfügte, durfte der 36-Jährige nicht einreisen. Stattdessen wurde er heute zurück nach Kanada ausgewiesen.

Sicherheitspersonal am Frankfurter Flughafen streikt

Immer wieder Ärger durch Passagiere

Erst am Dienstag hatte sich ein Schweizer mit der Bundespolizei angelegt. Weil eine Zugangstür vor einer Luftsicherheitskontrollstelle defekt war, verlor der 57-Jährige die Geduld und schlug mit seinem Gehstock mehrfach gegen die Glastür. Weil er damit nicht aufhörte und dann sogar die Beamten angriff, wurde er auf dem Boden liegend zur Wache gezogen.

Mitte Dezember wiederum hatte ein betrunkener Amerikaner in einem Duty-Free-Shop am Flughafen herumgeschrien und dann Beamte der Bundespolizei beleidigt und angegriffen. Ein Polizist erlitt sogar eine Bisswunde. (jo)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion