Karaoke auf höchstem Niveau

"WHLRKS - Werde Hessens Live-Rock Karaoke Star" so der Name der Karaokeparties, die seit dem 15.05.2009 in fünf hessischen Städten stattfanden. Sechs Veranstaltungen von Kassel bis Darmstadt boten die Möglichkeit einmal mit einer Liveband auf der Bühne zu stehen und seinen Lieblingssong zu schmettern. Von Jan Schmitt

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Pro Abend galt es 25 Hobby-Sänger aufzutreiben, die, stimmten sie das Publikum zufrieden, in die Endrunde einzogen. Preise im Wert von über 1000 Euro lockten zusätzlich zum Ruhm und der einmaligen Erfahrung.

Am 26. Juni in der Batschkapp in Frankfurt war es endlich soweit. Die 25 Finalisten, die sich in der Vorrunde qualifiziert hatten, traten gegeneinander an und versuchten die starke Konkurrenz zu übertrumpfen. Mit Sing-Star Abenden vor dem heimischen Fernseher hatte das nun nichts mehr zu tun. Jeder Sänger hatte seine eigenen Fans mitgebracht, abgestimmt, wer zu den fünf absoluten Finalisten gehört, wurde schließlich per Geräuschpegel des Publikums.

Nachdem Corinna Wilden mit Alannah Myles' "Black Velvet" den Anfang gemacht hatte, steigerte sich die Stimmung kontinuierlich und feierte ihren ersten Höhepunkt, als Martin Simon mit "Rock 'n' Roll Queen" von 'The Subways' das Publikum weiter anheizte. Er war es auch, der sich zu den fünf Finalisten zählen durfte. Nachdem das Publikum bei 'Rage against the Machine' fast nur noch aus einer hüpfenden Masse bestand und weitere Songs von Jan Delay, über 'Sinead o'Conner', bis hin zu 'Slipknot' dargebracht wurden, standen die fünf Top-Sänger fest.

Nun galt es die Rangordnung zu klären. Während der eine mit zwei leicht bekleideten Tänzerinnen und den Showeinlagen eines Bekannten zu überzeugen versuchte, sang der Rest sich mit eher konventionellen Mitteln an die Spitze. Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass besonders Songs von 'System of a Down' anzukommen schienen. Gerrit Kaminski hatte schon in der ersten Finalrunde mit "Toxicity" überzeugt und holte sich mit "Aerials" schließlich den Titel "Hessens Live-Karaoke Star" samt 250€ Gutschein für den Musikladen "Musik Schmidt" und sechs Kästen Bier. Platz 2 ging an Daniel Weil, der besonders in der ersten Finalrunde mit Elvis' 'Jailhouse Rock' Symphatien gewann, während es mit Daniel Müller und "Kryptonite" von '3 Doors Down' auf Platz 3 etwas ruhiger zuging.

Der Abend in der Batschkapp zeigte abermals, dass Karaoke nicht unbedingt mit schiefen Stimmen in schummrigen Asia-Bars zu tun haben muss, sondern auch auf fast schon professionellem Niveau bestehen kann.

Quelle: op-online.de

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