Im osthessischen Kalbach

Katholischer Pfarrer wegen Missbrauchsverdachts suspendiert

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Kalbach - Ein katholischer Pfarrer ist im osthessischen Kalbach wegen eines Missbrauchsverdachts suspendiert worden.

In der Karwoche sei es in der Pfarrei "zu Handlungen mit Jugendlichen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum gekommen", teilte Gerhard Stanke vom Bistum Fulda in einer schriftlichen Erklärung mit. Der Generalvikar bestätigte damit einen Bericht von "Osthessen News". Der Pfarrer habe Selbstanzeige bei der Staatsanwaltschaft Fulda erstattet. Er habe sich krankgemeldet und sei vom Bistum beurlaubt worden. Der 36-Jährige habe seinen Verzicht auf sein Amt in der Gemeinde St. Kilian erklärt.

Nach Recherchen von "Osthessen News" soll es in dem Fall auch um sexuellen Missbrauch gehen. Dies konnte Bistumssprecher Christof Ohnesorge auf Anfrage jedoch nicht explizit bestätigen. Es bestehe aber der Verdacht, dass es zu einem Verstoß der "Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen" gekommen sei. Das Bistum hat den Betroffenen Unterstützung angeboten. Die Kirchengemeinde wurde über den Fall in Gottesdiensten am Wochenende informiert. Der Geistliche war 2006 zum Priester geweiht worden. Seit Juli 2011 ist er Pfarrer in Kalbach. Schlagzeilen machte er 2012, als er vom Niederkalbacher Carneval Verein als Fastnachtsprinz präsentiert wurde, mit dem Beinamen "Verkünder der frohen Botschaft".

Archiv:

Chronologie der Missbrauchsfälle

dpa

Quelle: op-online.de

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