Prozess am Landgericht

Kapitalanlagebetrug in Millionenhöhe

Frankfurt - Wegen Kapitalanlagebetrugs in Millionenhöhe muss sich ein 72 Jahre alter Geschäftsmann seit gestern vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Der Mann soll als Geschäftsführer einer Firma lukrative Gewinne bei der Geldanlage in Teakholz- und Kautschukplantagen in Costa Rica versprochen haben. Später habe er jedoch nur einen kleinen Teil des Geldes in die Plantagen gesteckt. 764 Geldanleger sollen auf diese Weise rund 19 Millionen Euro verloren haben. Die Laufzeit für die Geldanlage in dem mittelamerikanischen Land betrug zwanzig Jahre. Nach dieser Zeit seien die von den Anlegern finanzierten Teakholz-Setzlinge erntereif. Bei dem Kautschuk-Geschäft gehe es freilich schneller, bis der Saft aus dem Bäumen gewonnen und lukrativ vermarktet werden könne, hieß es in den Werbeprospekten. Vor mehr als einem Jahr stellten sich die Aktivitäten des Unternehmens jedoch als Schwindel heraus und der Geschäftsführer wurde festgenommen. Derzeit ist er trotz seines Alters noch immer in Untersuchungshaft.

Gestern ging es vor allem um den angegriffenen Gesundheitszustand des Mannes. Er leide an starken Depressionen und warte derzeit als Risikopatient auf eine Krebsoperation. Dies bestätigte ein Arzt. Seine Verteidiger halten den Mann für verhandlungsunfähig.

Die kuriosesten Gesetze aus aller Welt

dpa

Quelle: op-online.de

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