Verfahren eingestellt

Kein Prozess gegen Wolski

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Frankfurt - Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Rechtsanwalt Michael Wolski muss nicht wegen Beihilfe zur Untreue vor Gericht.

Das deshalb angestrengte Verfahren vor dem Frankfurter Landgericht sei eingestellt worden, sagte Gerichtssprecher Klaus Wiens am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der „Frankfurter Rundschau“. Eine Einstellung sei möglich, wenn die in dem Verfahren zu erwartende Strafe neben einer bereits verhängten Strafe nicht erheblich ins Gewicht fällt.

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Wolski war 2010 vom Landgericht Darmstadt wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte von einer betagten, reichen Gönnerin Millionenbeträge erhalten und am Fiskus vorbeigeschleust. Nachdem der Bundesgerichtshof das Strafmaß bestätigt hatte, trat Wolski im Februar dieses Jahres seine Haftstrafe an, inzwischen ist er im offenen Vollzug.

Wegen Beihilfe zur Untreue hatte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, weil die Frau nicht nur ihr eigenes Geld verschenkt haben soll, sondern auch das ihres 2006 gestorbenen Ehemanns. Besondere Brisanz erhielt der Fall durch die Tatsache, dass Wolskis Ehefrau Karin damals dem Hessischen Staatsgerichtshof angehörte. Nach der Verurteilung ihres Mannes war sie von diesem Amt zurückgetreten.

dpa

Quelle: op-online.de

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