Kein Wunsch nach Wachstum

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Die Mainmetropole wünscht sich keine neuen zusätzlichen Flächen für Wohnen und Gewerbe mehr.

Frankfurt (mic) ‐ Die Mainmetropole wünscht sich keine neuen zusätzlichen Flächen für Wohnen und Gewerbe mehr - ungeachtet der Tatsache, dass die Stadtbevölkerung in der Vergangenheit weiter zunahm und dies auch in Zukunft tun wird.

In einer 200 Seiten starken Stellungnahme zum Regionalen Flächennutzungsplan aus der Feder des Planungsausschusses der Stadtverordnetenversammlung schlägt die Stadt einen äußerst restriktiven Kurs ein.

Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) erklärte, es gehe nun darum, die Innenstadtbereiche zu entwickeln anstatt immer mehr in die Außenbezirke zu gehen. Frankfurt zählt knapp 670.000 Einwohner. Nach Einschätzung Rottmanns haben sich angesichts des Klimawandels in den 90er Jahren getroffene Entscheidungen bei der Stadtplanung als höchst problematisch erwiesen. Sie bezog sich auf den neuen Stadtteil Preungesheimer Beuge. Auch durch das Europaviertel an der Messe leide das Stadtklima. Im Hinblick auf die sich auch in Deutschland abzeichnende Zunahme der Durchschnittstemperatur rät die Grünen-Politikerin dazu, in der Großstadt Frankfurt neue Kaltluft-Schneisen für den Luftaustausch und kleine Parks anzulegen. Mit dem vorgesehenen neuen Hafenpark im Ostend habe die schwarz-grüne Stadtregierung richtig reagiert.

Rottmann unterstrich vor dem Planungsausschuss, dass laut Prognosen die Temperatur in Frankfurt im Zeitraum von 2021 bis 2050 jährlich an 58 bis 72 Tagen auf über 25 Grad Celsius steigen werde. Zwischen 1971 und 2000 erfüllten im Schnitt 46 Tage pro Jahr dieses Kriterium. Von der Erwärmung werden nach ihrer Einschätzung zum Beispiel Bockenheim oder das Nordend getroffen. Dabei handelt es sich um dicht bebaute Areale, die Wärme gut speichern. Die Städte Europas, so die Politikerin fingen erst an, sich mit den Problem der Klimaerwärmung auseinander zusetzen.

Quelle: op-online.de

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