Ersteinmal keine Ganzkörperscanner in Frankfurt

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Am Frankfurter Flughafen kommen vorerst keine Körperscanner zum Einsatz.

Frankfurt (mbr) - Fluggäste des Frankfurter Flughafens können aufatmen - vorerst. Denn die umstrittenen Ganzkörperscanner wird es vorerst nur in Hamburg geben. Wie lange es noch dauern wird, bis diese flächendeckend eingesetzt werden, ist noch nicht abzuschätzen.

Reisende an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt müssen die umstrittenen Körperscanner vorerst nicht fürchten. „Diese Testphase wird es definitiv nur in Hamburg geben“, sagte der zuständige Bundespolizeisprecher Jörg Kunzendorf am Montag in Potsdam.

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Wie lange die Ende September beginnende Praxis- Erprobung des Geräts in Hamburg dauere, sei völlig offen. Und nur wenn nach Auswertung dieses Tests politisch grünes Licht gegeben werde und die EU die Rechtsgrundlage für den flächendeckenden Einsatz schafft, könnten die Geräte auch in Frankfurt aufgestellt werden. Der Flughafenbetreiber Fraport wollte sich dazu nicht äußern.

Vor Einführung sind Kriterien zu erfüllen

„Zeitlich abzuschätzen, wann es dazu kommen könnte, ist derzeit unmöglich“, betonte Kunzendorf. Mit den Körperscannern hat es in Deutschland bisher nur eineinhalbjährige Labortests in der Bundespolizeiführungsakademie in Lübeck gegeben. Die wesentlichen Kriterien waren dabei nach Kunzendorfs Angaben die Gewährleistung von Datenschutz, Persönlichkeitsschutz und Gesundheitsschutz.

Schematische Darstellung statt Nacktbildern

Das Modell, das nun in Hamburg in der Praxis erprobt werden soll, zeigt statt Nacktbildern eine schematische Personendarstellung („Strichmännchen“). Die Teilnahme ist für die Passagiere freiwillig. Die erzeugten Daten sollen gleich nach der Kontrolle wieder gelöscht werden. Außerdem arbeitet das Gerät mit Millimeterwellen statt Röntgenstrahlen, die für die Gesundheit unbedenklich sein sollen.

Die Geräte sollen helfen, am Körper verborgenen Sprengstoff oder Waffen aufzuspüren. In den Niederlanden und Großbritannien sind die Scanner an Flughäfen bereits im Einsatz.

dpa

Quelle: op-online.de

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