Täglich 18 Unfälle auf Schulwegen in Hessen

Offenbach (ale) - Im Straßenverkehr kommen zwar so wenige Menschen wie noch nie ums Leben - Kinder werden aber nach wie vor viele verletzt:

In Hessen sind nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr rund 6.700 Kinder auf dem Schulweg so verunglückt, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Das sind im Schnitt 18 Unfälle pro Tag. Bezogen auf 1.000 Schüler gab es 5,2 Schulwegunfälle - genau so viele wie im Jahr zuvor. Dennoch kommen die Kinder in Hessen nach Berlin (5,0 Unfälle pro 1.000 Schüler) am sichersten zur Schule.

Am größten ist die Unfallgefahr frühmorgens an dunklen Wintertagen: Über die Hälfte der morgendlichen Schulwegunfälle passiert zwischen November und Februar. Besonders Erstklässler können im Dunkeln nur schlecht einschätzen, wie schnell und wie weit entfernt ein Auto ist. Zusätzlich schränken oft Mütze, Schal und Kapuze ihr Sichtfeld ein. Hinzu kommen noch die Gefahren durch Eis- und Schneeglätte.

Reflektoren des Fahrrads kontrollieren

Die TK in Hessen rät Eltern gerade im Winter mit ihren Kindern einen möglichst ungefährlichen Schulweg einzuüben - auch wenn er ein paar Minuten länger dauert. Beleuchtete Straßen sind dabei sicherer als dunkle und je breiter der Fußweg ist, desto besser. Außerdem sollten Schüler für den Schulweg helle, reflektierende Winterkleidung tragen.

Besonders verlockend ist es für Kinder, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Auch wenn die Tochter oder der Sohn bereits gut Fahrrad fahren können, sollte der Weg zur Schule erst nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse mit dem Rad zurückgelegt werden. Eltern älterer Kinder, die sicher auf dem Rad unterwegs und den Schulweg auch schon im Sommer geradelt sind, sollten die Beleuchtung und die Reflektoren des Fahrrads kontrollieren.

Die TK hat für Kinder zwischen sechs und elf Jahren einen „Kindernotfallausweis“ entwickelt - ein wichtiges Dokument für Notfallsituationen. Diesen steht auf der Internetseite der Technikerkrankenkasse unter dem Stichwort „Kindernotfallausweis“ zum Runterladen bereit.

So schneiden die Länder ab:

Das größte Unfallrisiko haben Kinder in Niedersachsen (9,2), Mecklenburg-Vorpommern (8,7) und im Saarland (8,0). Der Bundesdurchschnitt liegt bei einer Quote von 6,8. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Schulwegunfälle bundesweit um 2,6 Prozent gesunken. Die TK bezieht sich auf die soeben erschienene Statistik „Schülerunfallgeschehen 2009“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare