Kinder unter vier vergiften sich am häufigsten

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Kinder unter vier vergiften sich am häufigsten im Haushalt.

Frankfurt (ale ) - Die Mutter geht mal kurz ans Telefon und schon ist es geschehen: Der kleine Jan hat die grüne Flüssigkeit aus der Flasche mit dem Badreiniger probiert und nun schäumt es aus dem Mund.

Nach Schätzungen der Techniker-Krankenkasse (TK) in Hessen erleiden jedes Jahr hessenweit mehr als 1.400 Kinder einen Vergiftungsunfall. Damit gehören Vergiftungen bei Kindern zwischen sechs Monaten und vier Jahren zu den häufigsten Unfallursachen. Zum Tag des Vergiftungsschutzes für Kinder im Haushalt am Sonntag, 20. März, gibt die TK Tipps, wie Eltern solchen Unfällen vorbeugen können.

Tipps zur Vorbeugung und zum Verhalten bei Vergiftungsunfällen enthält die Broschüre „Risiko Vergiftungen im Kindesalter“ der Bundesarbeitsgemeinschaft mehr Sicherheit für Kinder, zu finden auf ihrer Internetseite.

Gerade Kinder unter Vier sind sehr neugierig und so reicht oft ein unbeobachteter Moment und das Unglück ist passiert. Die Krankenkasse rät daher allen Eltern, auch bei kurzer Abwesenheit Gefäße und Flaschen mit Chemikalien zu schließen und wegzuräumen. Generell sollten Giftstoffe nicht in Reichweite des Kindes stehen. Ein Tabu sind Chemikalien in gewöhnlichen Trinkflaschen.

20. März: Tag des Vergiftungsschutzes für Kinder im Haushalt

Auf stark ätzende Reiniger sollten Eltern möglichst ganz verzichten. Medikamentenvergiftungen können vermieden werden, wenn die Arzneimittel im abgeschlossenen Arzneischrank aufbewahrt werden. Die TK empfiehlt außerdem, Arzneimittel für jedes Familienmitglied getrennt aufzubewahren. So kann beispielsweise vermieden werden, dass das Kleinkind die stärkeren Fieberzäpfchen für das ältere Geschwisterkind erhält.

Appetitlich aussehende Beeren sind oft sehr giftig. Um zu vermeiden, dass Kinder Giftpflanzen probieren, sollten Eltern diese ganz aus dem Garten verbannen. Bei aller Achtsamkeit der Eltern können Giftunfälle im Haushalt jedoch nie ganz ausgeschlossen werden. Deshalb sollten Eltern immer die Rufnummer der zuständigen Giftnotrufzentrale parat haben. Für Hessen ist sie unter der Telefonnummer 06131-19240 zu erreichen.

Quelle: op-online.de

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