Rechtsanspruch auf Platz

Kinderbetreuung in Hessen für ein Drittel

Wiesbaden - Ab 1. August haben Eltern bundesweit einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auch für ihre ein- und zweijährigen Kinder. In Hessen stehen bislang nur etwas mehr als ein Drittel der Plätze zur Verfügung.

Einen Monat vor dem offiziellen Stichtag hat Hessen bei Kleinkindern einen Versorgungsgrad von 35,9 Prozent erreicht. Insgesamt standen zum 1. Juli im Land 53.670 Plätze zur Verfügung, wie Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) heute in Wiesbaden sagte. Rund 42.000 davon gab es in Kindertagesstätten, weitere 11.000 in der Kindertagespflege. Ab 1. August haben Eltern bundesweit einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auch für ihre ein- und zweijährigen Kinder. Auf einem "Krippengipfel" vor sechs Jahren hatten Bund, Länder und Kommunen einen bundesweiten Versorgungsgrad von durchschnittlich 35 Prozent vereinbart.

Wegen fehlender regionaler Daten weiß das Land nach den Worten Grüttners nicht, wie viele Plätze in Hessen ab dem 1. August tatsächlich benötigt werden. Er schloss "temporäre Engpässe" in den Großstädten nicht aus. Dort können Eltern ihren Anspruch vor Gericht gegen die Kommune durchsetzen. In Hessen seien seit 2008 insgesamt 245 Millionen Euro in den Ausbau der Betreuungsplätze für die Kinder unter drei Jahren geflossen, sagte Grüttner weiter. 165 Millionen Euro habe der Bund beigesteuert. 20 Millionen Euro an Landesmitteln könnten den Kommunen noch abgerufen werden.

(dpa)

So funktioniert das Betreuungsgeld

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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