„Kinderhasser vom Grüneburgpark“ vor Gericht

Frankfurt - Ein Kinderhasser muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht verantworten - wegen einer ganzen Reihe von Vergehen:

Wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung steht der Mann vor Gericht. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll der als schizophren geltende Mann in die Psychiatrie eingewiesen werden. Im August 2010 war er häufiger in einem Frankfurter Park aufgetaucht und hatte Kinder und deren Eltern beleidigt und bedroht. In den Medien wurde der 29-Jährige daraufhin als „Kinderhasser vom Grüneburgpark“ tituliert.

Zum Auftakt des auf zwei Tage angesetzten Prozesses räumte der Mann ein, Kindern ein Messer gezeigt zu haben, er habe sie aber nicht verletzen wollen. Die Anklage geht von sieben Einzeltaten aus, bei denen der Angeklagte jeweils gegen Kinder und Jugendliche, deren Eltern oder Polizeibeamte ausfallend geworden sei.

Ball zerstochen, Kindern Messer hingehalten

Der schwerwiegendste Vorfall spielte sich dabei am Rande einer Schulparty und eines Kindergeburtstags im August vergangenen Jahres ab. Zeugen berichteten dem Gericht, wie der Angeklagte in unmittelbarer Nähe der Kinder im Park Körperübungen machte, danach einen Ball zerstach und dann das Messer in Richtung der Kinder hielt. Erst der Einsatz zweier Polizeibeamter und eines Passanten, die sich auf den Mann mit dem langen Vollbart stürzten, machten dem Treiben ein Ende.

„Die Kinder sprachen noch wochenlang davon“, sagte einer der Väter im Zeugenstand. Nach einem Hausbrand, dem der damals Elfjährige 1992 nur mit knapper Not entkam, sei ihr Sohn auf die schiefe Bahn geraten, schilderte die Mutter im Zeugenstand. Vor Gericht zeigte der Mann eine ungewöhnliche Wortgewandtheit. Der Prozess wird am 31. Januar fortgesetzt.

dpa

Quelle: op-online.de

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