Lichter Filmfest

Kinofestival mit starker Offenbacher Beteiligung

Frankfurt - Kinos aus Offenbach, Frankfurt und Wiesbaden zeigen bei der achten Ausgabe des Lichter Filmfestes vom 17. bis zum 22. März über fünfzig Filme aus 16 Ländern, darunter drei Welt- und acht Deutschlandpremieren. Von Felix Simon

Der Cantate-Saal im Frankfurter Großen Hirschgraben wird für diese Zeit zum Kino und Festivalzentrum sowie zum interaktiven Parcours „Money Island“, der das Leitthema „Geld“ in Expertengesprächen und Spielsituationen erkundet. Eröffnungsfilm ist das Drama „Hedi Schneider steckt fest“, das in Frankfurt spielt und 2014 den Hessischen Filmpreis gewann. 13 Lang- und 27 Kurzfilme konkurrieren im Regionalprogramm um den „Weißen Bembel“, der den besten Film mit Hessen-Bezug prämiert. „Die Qualität ist dabei so gut wie noch nie“, freut sich Festivalleiter Gregor Maria Schubert.

Viele Filme stammen von Studenten und Ehemaligen der Offenbacher Hochschule für Gestaltung, (HfG). Unter anderem feiert der Film „Conduct“ des HfG-Absolventen Götz Schauder Weltpremiere, der den Sir-Georg-Solti-Dirigierwettbewerb der Alten Oper Frankfurt dokumentiert. Außer Konkurrenz läuft am 19. März im Offenbacher Ledermuseum „Verliebt, Verlobt, Verloren“ der südkoreanischen Regisseurin Sung-Hyung Cho, bekannt durch ihre Wacken-Doku „Full Metal Village“, die ebenfalls an der HfG studiert hat. Frankfurt als Finanzstandort passe hervorragend zum Festivalmotto, das sich in den 15 internationalen Produktionen spiegelt, so Julia Cloot vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Im umfangreichen Begleitprogramm bieten Gesprächsrunden und Zusatzveranstaltungen Raum für Diskussionen. Zusätzlich wird am Eröffnungstag mit dem „Lichter Art Award“ auch ein Preis für Video- und Filmkunst vergeben.

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Vorbereitet wurde das Festival größtenteils ehrenamtlich. Abzuwarten bleibt, ob die Marke von 10.000 Besuchern geknackt wird. Eine große Sorge der Festivalleitung ist die Finanzierung für 2016. Bereits in diesem Jahr kam weniger Geld zusammen als im Vorjahr. Das Problem liegt für Festivaldirektor Schubert vor allem in der mangelnden Förderkultur für Filmfestivals in Rhein-Main. „Hier wollen wir ein Umdenken bewirken“, sagt Schubert. Dass es am Festivalthema „Geld“ liegen könnte, verneint er. „Wir haben das Problem mit der Wirtschaft seit Jahren.“ Es habe sogar positive Gespräche mit der EZB gegeben, eine Zusammenarbeit sei jedoch nicht rechtzeitig zustande gekommen

Quelle: op-online.de

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