Tür zu im Gotteshaus

Rund 11.000 Kirchenaustritte in Hessen

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Bonn - Die katholische Kirche kann die Austrittswelle ihrer Mitglieder auch in den drei hessischen Bistümern nicht stoppen. Rund 11.000 Menschen kehrten ihr dort 2012 den Rücken, bundesweit sind es zehn Mal so viele.

In den hessischen Bistümern Fulda, Limburg und Mainz sind im vergangenen Jahr knapp 11.000 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Dem gegenüber stehen lediglich knapp 1000 Kircheneintritte und Wiederaufnahmen, wie aus einer von der Deutschen Bischofskonferenz heute in Bonn vorgelegten Statistik hervorgeht.

Damit gehörten den drei Bistümern 2012 etwas mehr als 1,8 Millionen Katholiken an. Die Prozentzahl der Katholiken, die den Gottesdienst besuchen, lag in Hessen zwischen 15,6 Prozent im Bistum Fulda und mageren 10,2 Prozent im Bistum Mainz. Damit liegt Mainz deutschlandweit im unteren Drittel.

Auch deutschlandweit konnte die katholische Kirche die Austrittswelle ihrer Mitglieder nicht stoppen. 118.288 Menschen kehrten ihrer Kirche 2012 den Rücken, im Jahr zuvor waren es 126 488. Mit 24,32 Millionen (2011: 24,47 Millionen) entspricht die Zahl der Katholiken knapp einem Drittel der Bevölkerung (30,3 Prozent).

Die katholische Kirche verliert seit 1990 jährlich mehr als 100 000 Mitglieder durch Austritt. Im Zuge des Missbrauchsskandals waren 2010 sogar 180 000 Menschen ausgetreten.

Kommunionkinder und Konfirmanden des Jahres 2013

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dpa

Quelle: op-online.de

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