Kleine Lea mit neuer Hoffnung

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Gut überstanden hat Lea Quäl aus Maintal ihre schwere Hüftoperation, die durch die Spendenbereitschaft vieler Bürger aus Maintal und Umgebung sowie von Lesern unserer Zeitung möglich gemacht wurde.

Maintal/Vogtareuth ‐ Besser verlaufen als gedacht ist die komplizierte Hüft- und Oberschenkeloperation der dreieinhalbjährigen Lea Quäl aus dem Maintaler Stadtteil Dörnigheim, wie Mutter Stefanie Quäl berichtet. Von Dieter Kögel

Sechs Stunden lang verbrachte das Mädchen am 3.März im Operationssaal der Spezialklinik im bayrischen Vogtareuth, wo ein amerikanischer Spezialist die Korrektur an der rechten Hüfte und dem verkürzten Oberschenkel vornahm. Die erste von mehreren über Jahre erforderlichen Operationen, die Lea ein schmerzfreies Leben und ein Höchstmaß an Selbständigkeit ermöglichen sollen. Wie im Januar in unserer Zeitung berichtet, kam Lea mit einer äußerst seltenen Krankheit zur Welt. Das nach langen Untersuchungen diagnostizierte Femoral-Facial-Syndrom ist nur etwa 100 Mal auf der Welt dokumentiert. Da die Kosten der Operation nicht von der Krankenkasse übernommen wurden, setzte eine Welle der Hilfsbereitschaft von Bürgern aus Maintal und Umgebung ein, um die erforderlichen 60 000 Dollar zusammenzubringen. Auch unsere Leser beteiligten sich daran, den Eingriff für Lea finanziell zu ermöglichen.

Am 22. Februar machte sich die Maintaler Familie auf den Weg in die orthopädische Spezialklinik. Nach eingehenden Voruntersuchungen und Vorbereitungen erfolgte die Operation dann am 2. März. Gegen 13.15 Uhr konnten Leas Eltern von den Ärzten die freudige Mitteilung entgegennehmen, dass alles gut gelaufen sei. Besser sogar als im Vorfeld erhofft. Einen Tag später konnte Lea bereits von der Intensivstation in die Krankenstation verlegt werden. Drei Tage später startete die Kleine mit ihren Eltern im Liegerolli zur ersten Rundfahrt nach der Operation durch die Klinik. Sechs Wochen lang muss sie nach dem Eingriff liegen. Immerhin kann sie etwas aufgerichtet werden, was die zur Heilung notwendige körperliche Fixierung wenigstens ein klein wenig erleichtert.

Mutter Stefanie Quäl hat den Verlauf der Tage in der Vogenreuther Klinik aufgezeichnet und der im Internet dokumentierten bisherigen Lebensgeschichte von Lea beigefügt. Dort können alle Interessierten und Spender, die in den letzten Wochen mit die Daumen gedrückt haben, Einzelheiten nachlesen und Fotos ansehen. Auf der Leas Internetseite können die Eintragungen der Tage in der Klinik direkt abgerufen werden.

Ab dem Zeitpunkt von Leas Geburt an hat Stefanie Quäl die Geschichte ihrer Tochter dokumentiert und öffentlich gemacht. Letztendlich auch um zu informieren und all jenen Eltern Hilfestellung anzubieten und Kontakt zu ermöglichen, die mit ähnlichen Situationen konfrontiert sind.

Quelle: op-online.de

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