Kleiner Ratgeber: Fahrrad kaufen

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Wer ausgedehnte Touren oder sogar kleine Reisen mit dem Rad macht, sollte ein stabiles und bequemes Fahrrad kaufen.

Superleichter Titanrahmen, aerodynamisch geformter Sattel, extrastarke Bremsen – Fahrräder sind heute kleine technische Wunderwerke. Informieren Sie sich ausführlich, wenn Sie ein Fahrrad kaufen. Lesen Sie hier, worauf Sie achten sollten.

Grundsätzliche Kriterien beim Fahrradkauf

Bevor Sie ein Fahrrad kaufen, sollten Sie sich Gedanken machen, welche grundsätzlichen Voraussetzungen es erfüllen soll. Dazu gehört zum Beispiel

... die Rahmengröße:
Sie dürfen nicht mit den Knien an die Lenkstange stoßen, wenn Sie treten. Trotzdem müssen Sie mit den Füßen – nicht nur mit den Spitzen – die Pedale erreichen. Wie Sie die für Sie optimale Rahmengröße berechnen, erfahren Sie auf den Seiten von Online-Fachhändlern, zum Beispiel bei fahrrad.de.

... die Sitzhaltung:
Von fast waagrecht gebeugt bis aufrecht wie auf einem Stuhl gibt es für jede bevorzugte Sitzhaltung das passende Fahrrad. Je stärker Sie sich nach vorne beugen, desto schneller kommen Sie voran. Der Zeitvorteil macht sich im Alltag aber kaum bemerkbar. Wenn Sie unter Rückenproblemen leiden, sollten Sie möglichst aufrecht sitzen.

... die Ausstattung:
Das betrifft zum Beispiel die Gangschaltung oder die Bremsen: Grundsätzlich bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie mit den Füßen oder mit der Hand bremsen. Wenn Sie aber schon lange nicht mehr Rad gefahren sind, empfiehlt sich ein Fahrrad mit Rücktrittbremse.

Fahrrad kaufen: ja – aber welches?

Je nachdem, für welchen Zweck Sie das Fahrrad kaufen und wie fit Sie körperlich sind, brauchen Sie ein anderes Modell. Bei den Händlern in Ihrer Nähe oder im Internet finden Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Räder für jedes Einsatzgebiet – vom Drahtesel für gelegentliche Stadtfahrten bis zum Trainingsgerät für Radrennen. Drei der am häufigsten verkauften Fahrrad-Typen:

  • Ein Tourenrad ist ideal für alle, die das Fahrrad für kleine Fahrten durch den Ort oder für Besorgungen nutzen. Es hat einen bequemen Sattel, Gepäckträger und Schutzbleche und bietet mit seinen breiten Reifen sicheren Halt auch auf unebenen Wegen. Für längere Ausflüge eignet es sich nicht: Es ist weder stabil genug noch mit genügend Gängen ausgestattet. Dafür kostet es vergleichsweise wenig.
  • Wer gerne quer durchs Gelände fährt, braucht ein Mountainbike. Es ist extrem robust, sehr gut gefedert und hat starke Bremsen. Die extrabreiten Reifen finden selbst auf matschigem Untergrund Halt. Wenn Sie für den Alltag ein solches Fahrrad kaufen, müssen Sie es nachrüsten: Viele Mountainbikes sind nicht verkehrssicher und deshalb nicht von vornherein für den Straßenverkehr zugelassen.
  • Sie suchen ein besonders vielseitiges Fahrrad? Kaufen Sie ein Trekkingrad. Diese Modelle sind robust und stabil, haben aber schlankere Reifen als ein Mountainbike. Damit sind Sie auf der Straße, aber auch auf Schotterwegen schnell unterwegs. Der Sattel ist gut gepolstert, so dass Sie auch auf langen Radtouren bequem sitzen.

Elektrofahrrad: für Menschen mit schwächerer Kondition

Wenn Sie körperlich nicht so fit sind und langsam Kondition aufbauen möchten, lohnt es sich, ein Elektro-Fahrrad zu kaufen. Diese sogenannten E-Bikes werden über einen eingebauten Elektromotor angetrieben – komplett oder unterstützend, je nachdem, welches Modell Sie wählen. E-Bikes, die ausschließlich Ihre Tretleistung unterstützen, heißen Pedelec.

Beachten Sie: Manche Elektroräder gehören nicht zu den Fahrrädern, sondern zu den Kleinkrafträdern. Wenn Sie ein solches „Fahrrad“ kaufen, brauchen Sie einen Mofa-Führerschein.

Quelle: op-online.de

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