Kletterunfall im Heubacher Steinbruch

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Eine verunglückte Kletterin musste von Feuerwehr und Rettungsdiensten aus dem schwierigen Gelände des Heubacher Steinbruchs geborgen werden.

Heubach - Ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungsdiensten war am Samstagnachmittag im Heubacher Wald unterwegs. „Ein Kletterunfall im Steinbruch“ war nach ersten Verlautbarungen zu erfahren. Von Ulrike Bernauer

Eine Klettergruppe aus Holland nutzte das Gelände des Deutschen Alpenvereins, Sektion Darmstadt-Starkenburg, um das Klettern zu üben. Der Heubacher Steinbruch mit seinem 35 Meter hohen und 150 Meter breiten Sandsteinmassiv bietet dafür ideale Bedingungen.
Laut Polizeiangaben war die neunköpfige Klettergruppe auf einer Route namens „Feel Good“ am Klettern, als sich der Sicherungsklemmkeil aus dem Felsmassiv löste und die 20-jährige Frau trotz einer Sicherung durch ein Gruppenmitglied etwa acht Meter in die Tiefe stürzte und auf einen Felsvorsprung fiel.
„Es war schwierig, die Verletzte aus diesem Gelände zu bergen“, sagte Uwe Rau, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Heubach, die direkt nach dem Rettungsdienst am Unglücksort eintrafen. „Wir konnten in doppelter Funktion helfen“, sagte Rau, „als Ersthelfer bei der Unterstützung der Rettungssanitäter und beim Abtransport der Verletzten“

Der Rettungshubschrauber musste im Heubacher Steibruch landen. Die verletzte Holländerin wurde in eine Klinik nach Mannheim gebracht.

Am Einsatz waren ebenfalls noch die Feuerwehren aus Wiebelsbach und Groß-Umstadt beteiligt. „Der hohe Personaleinsatz war auch durchaus gerechtfertigt“, erklärte Rau, „die Verletzte musste waagrecht transportiert werden“. Dazu bildeten die Feuerwehrleute ein Spalier, durch das die Schaufeltrage mit möglichst wenigen Erschütterungen horizontal aus dem unwegsamen Gelände weitergereicht wurde.
Vorher war die Verunglückte durch eine Notärztin aus dem Groß-Umstädter Krankenhaus untersucht und stabilisiert worden. Da sich die junge Holländerin vermutlich einen Beckenbruch zugezogen hatte, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Nach dem Transport zum Rettungshubschrauber übernahm der Notarzt des Hubschraubers die weitere Versorgung der Verletzten auf dem Flug zu einer Klinik in Mannheim. Es bestand keine Lebensgefahr.
Nach Polizeiangaben übt die Frau den Klettersport seit fünf Jahren aus und gilt als erfahrene Kletterin. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, muss noch geklärt werden. Ob dem vom Boden aus sicherndem Gruppenmitglied eine Mitschuld am Absturz gegeben werden kann, wird durch die Polizei Dieburg ermittelt.

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Quelle: op-online.de

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