Klinik-Patientin an Legionellen gestorben

Frankfurt/Rhein-Main - Bad Nauheim (AP) In Bad Nauheim ist eine Patientin der Kerckhoff-Klinik an Legionellen gestorben. Ein weiterer an dem Erreger erkrankter Patient ist dagegen wohlauf und soll entlassen werden, wie Kliniksprecher Berend von Thülen gestern der Nachrichtenagentur AP sagte. Weitere Verdachtsfälle gebe es nicht.

Das Immunsystem der Frau war dem Sprecher zufolge mit Medikamenten unterdrückt worden, um nach einer Herztransplantation eine Abstoßung zu vermeiden. Die genaue Ursache für die Infektion stehe noch nicht fest. Die Klinik habe aber sofort Filter an allen Wasserhähnen installiert und das Wasser im gesamten System ausreichend erhitzt.

Legionellen sind weltweit verbreitete Bakterien, die sich bei 20 bis 55 Grad auf Wasseroberflächen vermehren. In kleinsten Tröpfchen zerstäubten Wasser können sie in die Atemwege gelangen und gefährliche Infektionen auslösen. Die Übertragung läuft meist über Duschen, schlecht gewartete Klimaanlagen und Kühlsysteme. Die Erkrankung beginnt meist zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung und kann sich unterschiedlich entwickeln.

Die Kerckhoff-Klinik ist nach eigenen Angaben eines der deutschlandweit größten Zentren für Herz-, Lungen- und Rheuma-Erkrankungen.

Quelle: op-online.de

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