Klippenspringen vom Eisernen Steg

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Orlando Duque aus Kolumbien springt über der Frankfruter Skyline vom Eisernen Steg in die Mainfluten.

Frankfurts berühmte Fußgängerbrücke als Sprungbrett für weltklasse Klippenspringer: Der Kolumbianer Orlando Duque (34) und der Luxemburger Alain Kohl (26) sind heute vom Eisernen Steg in den Main gesprungen.

Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen beeindruckten die Athleten in Badehose das Publikum mit ihren kunstvollen Sprüngen. Aus 16 Metern Höhe sprang jeder sechsmal in den an dieser Stelle etwa 2,90 Meter tiefen Fluss.

Der neunfache Weltmeister im Klippenspringen, Ex-Kunstturner und Turmspringer Duque und Kohl zeigten dabei verschiedene Kunstsprünge, unter anderem einen zweifachen Salto mit halber Schraube. Die Sprünge von der gut 170 Meter langen Brücke, die die Frankfurter Innenstadt mit dem Stadtteil Sachsenhausen verbindet, seien Teil des Trainings für einen internationalen Wettbewerb, teilte der Veranstalter mit.

Der Eiserne Steg wurde 1868/69 gebaut, ist gut 170 Meter lang und mehr als 5 Meter breit.

Die Brücke mit ihren zwei Pfeilern besteht aus vernietetem Stahlfachwerk und wird stilistisch der Neugotik zugerechnet.

Die Durchfahrtshöhe beträgt acht Meter.

Bei dem Wettbewerb mit dem Titel „Red Bull Cliff Diving Series 2009“ treten die zwölf weltbesten Klippenspringer in acht verschiedenen Ländern gegeneinander an. Sie stammen aus neun Nationen, Deutschland ist nicht darunter, und springen jeweils aus mindestens 26 Metern Höhe. Als nächstes steht das kroatische Dubrovnik (11. Juli) auf dem Programm.
Deutscher Austragungsort ist Hamburg, wo die Sportler am 29. August von dem Dreimaster „Rickmer Rickmers“ in Höhe des Fischmarkts in die Elbe springen sollen. Das Finale ist am 20. September in Athen. Klippenspringen hat seinen Ursprung Ende des 18. Jahrhunderts auf Hawaii.

Die Kraft, die beim Eintauchen auf den Körper wirkt, ist neunmal größer als beim Sprung vom Zehn-Meter-Turm“, sagte Duque. „Die Erdanziehung lässt den Köper innerhalb von drei Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer beschleunigen und das Wasser bremst uns nach dem Eintauchen binnen vier Metern zurück auf null.“ Das Wasser muss dem Veranstalter zufolge mindestens fünf Meter tief sein. Übungssprünge in Städten seien nur selten möglich, lobten die Veranstalter die Verwaltung in Frankfurt.

dpa

Quelle: op-online.de

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