Sperrung des Frankfurter S-Bahn-Tunnels

Es knirscht im U-Bahn-Betrieb: Strecken überlastet

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Frankfurt/Offenbach - Geduld und Nerven brauchen Pendler, deren Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Sperrung des Frankfurter S-Bahn-Tunnels betroffen ist. Wie sich nun zeigt, läuft es mit dem Ersatzbetrieb doch nicht so reibungslos wie erhofft.

So gesteht die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) auf ihrer Homepage ein, dass einige U-Bahn-Strecken überlastet sind. Folge: verspätete Züge. Die Hauptlast trage die Linie U4 im Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Konstablerwache. Besonders morgens und am späten Nachmittag seien die Züge voll, was an den Stationen zu längeren Fahrgastwechseln und damit zu Verspätungen führe. Pech war zudem, dass es in der vergangenen Woche Probleme mit der Türsteuerung bei „U5“-Wagen gab. Die Software der Wagen musste beim Fahrerstandswechsel komplett aus- und wieder eingeschaltet werden. Das zog die Wendezeiten in die Länge. Man arbeite „mit Hochdruck an einer Lösung“, so die VGF.

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Auch Sven Hirschler, Pressesprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) räumt ein, dass die Linien U4, U5 sowie die S1 am stärksten durch die S-Bahn-Tunnelsperrung belastet sind. Der RMV sei sich aber sicher, dass die VGF die aufgetretenen Probleme in den Griff bekomme. Und die hat schon reagiert: Auf der Linie U4 stellt die VGF bis 25. August – dann endet die Tunnelsperrung – von Montag bis Freitag in der Zeit von 13 bis etwa 19 Uhr einen Ersatzzug bereit, der rasch zum Verspätungsausgleich eingesetzt werden kann. Das werde den Betrieb der Linie U4 stabiler machen, heißt es. Auf das sonnabendliche Fahrgastaufkommen auf den Linien U3 und U8 reagiert die VGF ebenfalls: An den Samstagen, 15. und 22. August, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr sollen nun Drei- statt Zwei-Wagen-Züge fahren.

sjm

Quelle: op-online.de

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