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Tom Koenigs

Frankfurt/Rhein-Main - Butzbach (dpa) Der hessische Alt-Grüne Tom Koenigs hat Chancen auf den Einzug in den nächsten Bundestag. Der Landesparteitag im mittelhessischen Butzbach setzte den 65 Jahre alten früheren Leiter der Wiederaufbaukommission in Afghanistan am Samstag auf den aussichtsreichen vierten Platz der Liste.

Der frühere Frankfurter Kämmerer Koenigs setzte sich mit 232 zu 191 Stimmen gegen den bisherigen Abgeordneten Wolfgang Strengmann-Kuhn durch. Angeführt wird die Liste von der Bundestagsabgeordneten Priska Hinz. Omid Nouripour setzte sich auf Platz zwei durch. Nicole Maisch kam konkurrenzlos auf den dritten Platz.

Als Grund für seine Bewerbung führte Koenigs seine Erfahrung an, unter anderem mit zehn Jahren Arbeit im Ausland. Er hatte im Auftrag der Vereinten Nationen die Zivilverwaltung im Kosovo geleitet, dann die UN-Menschenrechtsmission in Guatemala und war zuletzt in Afghanistan. Die Lösung der anstehenden Probleme will Koenigs nicht den Jüngeren allein überlassen.

Die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast forderte als Hauptrednerin vor den 500 Parteimitgliedern Konsequenzen aus der Datenaffäre der Bahn. Künast warf der großen Koalition zudem vor, angesichts der Boni für Bankenmanager Krokodilstränen zu vergießen. Es wäre rechtlich einfach gewesen, über die Bankenschirme solche Boni zu verhindern. Beim Parteitag mussten die Grünen auf ihren redegewandten Vorsitzenden Tarek Al-Wazir verzichten: Eine Bronchitis hatte ihm die Stimme verschlagen.

Quelle: op-online.de

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