Körpersprache richtig verstehen

+
Achten Sie auf die Körpersprache: Nur wenn typische Lachfalten um die Augen erscheinen, ist ein Lachen echt.

Lachen, Weinen, Naserümpfen – diese Signale sind eindeutig: Sie zeigen Freude, Trauer oder Unzufriedenheit. Manchmal ist die Körpersprache aber nicht so leicht zu interpretieren. Vor allem, weil sie sich bei Männern und Frauen unterscheidet. So interpretieren Sie Mimik und Gestik richtig.

Körpersprache sagt mehr als Worte

Kommunikation ist mehr als aneinandergereihte Buchstaben und Wörter, die eine leicht verständliche Nachricht übermitteln. Vielmehr besteht sie zu 55 Prozent aus Körpersprache und zu 38 Prozent aus der Stimme. Nur sieben Prozent der Botschaft machen Worte aus. Das fand der amerikanische Psychologe Albert Mehrabian schon Ende der 1960er-Jahre heraus.

Daher ist es so wichtig, die Körpersprache richtig zu deuten. Sie spielt in vielen Bereichen eine große Rolle: im Bewerbungsgespräch genauso wie im Berufsalltag oder beim ersten Date. Auch wenn viele Frauen heute emanzipiert und selbstbewusst sind, drückt ihre Körpersprache oft das genaue Gegenteil aus. Sie lässt die Frauen zurückhaltend und distanziert wirken.

Körpersprache: das sagt der Händedruck aus

Die Körpersprache von Männern und Frauen unterscheidet sich. Das beginnt schon bei der Begrüßung. Frauen behalten den Ellenbogen eng am Körper und versuchen möglichst wenig Raum einzunehmen. Männer holen für den Händedruck weit aus, die Bewegung kommt aus der Schulter, die Körpersprache sagt: „Hier bin ich“.

An der Stärke des Händedrucks zeigt sich angeblich der Charakter eines Menschen: Männer, die zu fest zudrücken, gelten als rücksichtslos und dominant. Frauen mit einem schwachen Händedruck erscheinen charakterschwach und uninteressiert. Sie wünschen sich vermutlich Einfühlungsvermögen und ihre Körpersprache weist auf mangelndes Selbstbewusstsein hin.

An der Körpersprache wahre Freude erkennen

Fühlt sich eine Frau wohl, lacht sie gern – und häufiger als ein Mann. Sie öffnet dabei leicht den Mund und bringt damit zum Ausdruck, dass sie bereit ist, zu sprechen. Männer dagegen halten sich eher zurück, der Mund bleibt geschlossen, die Körpersprache ist reserviert.

Ob es sich um ein ehrliches Lachen handelt, erkennen Sie bei Männern und Frauen an den Augen: Nur wenn sich die typischen kleinen Fältchen um die Augen zeigen, ist das Lachen echt. Beim gestellten Lachen bewegt sich lediglich die Mundpartie. Ein solches Lachen endet oft abrupt oder verschwindet etappenweise aus dem Gesicht.

Mit den Augen schaffen wir Kontakt zu anderen Menschen, zeigen Interesse und drücken Zuneigung aus. Männer sollten darauf achten, dass sie ihr Gegenüber nicht anstarren. Denn diese Art der Körpersprache wirkt auf Frauen schnell aggressiv und aufdringlich.

Die Rolle von Mimik und Gestik in der Körpersprache

Das Mienenspiel umfasst viel mehr als das Lachen. Hochgezogene Augenbrauen signalisieren Überraschung oder Skepsis – je nachdem, ob sie schnell mitten im Satz oder allmählich nach oben gezogen werden. Auch das Stirnrunzeln hat seinen festen Platz in der Körpersprache. Tritt die senkrechte Stirnfalte hervor, bedeutet das höchste geistige Anstrengung.

Gebärden unterstreichen die Mimik: Eine geballte Faust bedeutet Aggression, offene Handflächen Ehrlichkeit. Ähnlich verhält es sich mit Armen oder Beinen. Allerdings gibt es gerade bei der Armhaltung Unterschiede in der Körpersprache von Männern und Frauen. Verschränkt eine Frau ihre Arme vor dem Körper, will Sie beschützt werden. Bei einem Mann drückt diese Körpersprache Distanz und Abwehr aus, eine natürliche und offene Haltung dagegen zeigt Handlungsbereitschaft.

Ist die Körpersprache von Mann und Frau ähnlich – wenn Sie zum Beispiel die gleiche Sitzhaltung und Position einnehmen – fühlen sich beide wohl: Das Spiegeln des Verhaltens drückt Sympathie und Zustimmung aus.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare