Südumfliegung macht Probleme

Flugsicherung will Starts verlagern

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Frankfurt - Die Südumfliegung am Flughafen birgt Gefahren. Die aus Lärmschutzgründen eingeführte Route könnte bei gleichzeitigen Abflügen von der Startbahn West gefährliche Probleme verursachen.

Die aus Lärmschutzgründen eingeführte Südumfliegung am Frankfurter Flughafen macht den Piloten Probleme. Deshalb will die Deutsche Flugsicherung (DFS) spätabends nicht mehr von der Startbahn West starten lassen, sondern nur noch von der nördlichen Zentralbahn. Betroffen seien in der Stunde vor dem Beginn des Nachtflugverbots um 23 Uhr zehn Abflüge von der Startbahn West, sagte DFS-Sprecher Axel Raab heute in Raunheim. Ziel sei es, den Engpass am späten Abend zu beseitigen und alle Flugzeuge rechtzeitig in die Luft zu bringen. Die Verlagerung der Starts auf die nördliche Startbahn würde Gebieten westlich des Flughafens mehr Lärm bringen.

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Die Südumfliegung wurde für Maschinen mit Ziel im Norden eingeführt, um Regionen im Westen des Flughafens zu entlasten. Maschinen fliegen dafür nach dem Start zunächst eine weite Südkurve, um erst danach in größerer Höhe nach Norden abzudrehen. Es habe sich herausgestellt, dass einige Piloten die Kurve zu weit fliegen und damit auf Kollisionskurs zu startenden Maschinen von der Startbahn West geraten könnten.

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Raab stellte den DFS-Vorschlag heute der Frankfurter Fluglärmkommission (FLK) vor. Dieses beratende Gremium habe dazu kein Votum abgegeben, sagte FLK-Vorsitzender Thomas Jühe. Die Mehrheit der Kommission sei sich aber einig, dass es spätabends so wenig Flüge wie möglich geben solle.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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